Europäische Aktienmärkte in Aufschwung: US-Zinshoffnungen beflügeln
Europas bedeutendste Aktienmärkte setzten ihren jüngsten Aufwärtstrend fort, wenn auch mit gedrosseltem Tempo. Der EuroStoxx 50 erzielte am Mittag ein Plus von 0,3 Prozent und erreichte 5.660 Punkte, nachdem er am Vortag ein Allzeithoch verbucht hatte. Damit zeichnet sich für den Index der Eurozone ein Wochengewinn von knapp 3,0 Prozent ab.
Auch außerhalb des Euroraums zeigten sich die Märkte positiv. Der Schweizer SMI stieg um 0,7 Prozent auf 12.509 Punkte, während der britische FTSE 100 um 0,6 Prozent auf 9.484 Punkte zulegte. Ein Unsicherheitsfaktor bleibt jedoch der Regierungsstillstand in den USA, da Republikaner und Demokraten keinen Konsens über einen Übergangshaushalt im Kongress erzielen konnten. Ebenso verzögern sich essenzielle Wirtschaftsberichte, die für die geldpolitischen Entscheidungen der US-Notenbank maßgeblich sind, auf unbestimmte Zeit.
Besonders gefragt waren Bankentitel in Europa. Goldman Sachs hob das Rating für ABN Amro von 'Sell' auf 'Buy' an und erhöhte das Kursziel erheblich, was die Aktien des niederländischen Geldhauses um 1,8 Prozent steigen ließ. Analysten erwarten hier eine signifikante Renditeverbesserung in naher Zukunft.
Auch der Stahlsektor konnte mit positiven Aussichten punkten. ArcelorMittal erreichte ein neues Hoch seit 2012, während SSAB sich ihrem Jahreshoch annäherte. Zudem erzielte der britische Brennstoffzellen-Spezialist Ceres Power einen Höhenflug, nachdem Goldman Sachs das Rating auf 'Buy' setzte, was die Aktien um 5,5 Prozent steigen ließ. Grund hierfür ist ein prognostizierter Anstieg im Einsatz von Brennstoffzellen-Technologie in KI-Rechenzentren.

