Europäische Aktienmärkte blicken auf uneinheitliche Woche zurück
Die Börsen in Europa haben eine turbulente Woche hinter sich, die am Freitag mit Verlusten endete. Trotz positiver Nachrichten aus den USA, wo Amazon und Apple mit eindrucksvollen Quartalsberichten glänzten, konnten die europäischen Märkte nicht profitieren. Ein Analyst stellte fest, dass die wirtschaftliche Dynamik momentan in den USA zu finden sei, insbesondere durch den anhaltenden KI-Trend, der die Aktienmärkte dort beflügelt.
Der EuroStoxx 50 schloss die Woche mit einem Minus von 0,65 Prozent bei 5.662,04 Punkten und somit insgesamt um 0,2 Prozent leichter als in der Vorwoche, obwohl er am Mittwoch kurzzeitig ein Rekordhoch erreicht hatte. Der britische FTSE 100 verlor am Freitag 0,44 Prozent und verzeichnete auf Wochensicht ein Minus von 0,7 Prozent, trotz eines zwischenzeitlichen Höhenflugs. Ähnlich erging es dem schweizerischen SMI, der um 0,61 Prozent fiel und die Woche mit einem Minus von 2,7 Prozent abschloss.
Ein entscheidendes Treffen zwischen US-Präsident Donald Trump und dem chinesischen Staatschef Xi Jinping brachte keine Fortschritte hinsichtlich der Handelszölle, die weiterhin den globalen Handel belasten. Darüber hinaus dämpfte Jerome Powell, Chef der US-Notenbank, Hoffnungen auf eine Zinssenkung im Dezember, was zusätzlich die Marktstimmung trübte.
In Europa konnten lediglich die Bankaktien Gewinne verzeichnen, während der Versicherungssektor am stärksten unter Druck geriet. In Frankreich fiel die Aktie von Scor um 13 Prozent aufgrund enttäuschender Solvabilitätszahlen. Axa sank im EuroStoxx um 4,4 Prozent, was auf schwache Ergebnisse im Lebensversicherungsgeschäft und negative Preisausblicke bei Axa XL zurückzuführen ist. Auch Saint Gobain notierte um 3,6 Prozent niedriger, beeinträchtigt durch einen Rückgang des Umsatzes im dritten Quartal, besonders in den Americas.
Bei den Banktiteln erreichte Intesa Sanpaolo vor Veröffentlichung der Quartalszahlen ein Hoch, musste nach den gemischten Zahlen jedoch einen Rückgang von 2,2 Prozent hinnehmen. Novo Nordisk büßte 2,1 Prozent ein, was der geplanten Übernahme der US-Biotechfirma Metsera zugeschrieben wird und Fragen zu den eigenen Abnehmprodukten aufwirft.

