Europa in Zeiten des Wandels: Keir Starmer drängt auf eine stärkere Verteidigungspolitik
In einer eindringlichen Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz hat der britische Premierminister Keir Starmer zur Stärkung der Verteidigungskapazitäten europäischer Nationen aufgefordert. Angesichts der Bedrohung durch Russland betonte Starmer die Notwendigkeit, die sogenannte „Hard power“ zu fördern – die Fähigkeit, sowohl militärische als auch wirtschaftliche Interessen energisch durchzusetzen.
Dies sei, laut Starmer, die maßgebliche „Währung unserer Zeit“, die es unentwegt auszubauen gelte. Starmer machte deutlich, dass die Abschreckung von Aggressionen essenziell sei. Im Falle eines Falles müsse Europa bereit sein, entschlossen zu handeln, um seine Bürger, Werte und Lebensweise zu verteidigen.
Dennoch betonte der Premierminister, dass das Ziel nicht der Konflikt sei, sondern ein dauerhafter Frieden. Dafür müsse Europa lernen, eigene Standfestigkeit zu entwickeln und sich teilweise von der Abhängigkeit des größten NATO-Partners USA zu lösen.
Selbst ein möglicher Friedensschluss in der Ukraine, auf den hingearbeitet werde, ändere nichts an der Gefährdung durch Russlands militärische Aufrüstung. Starmer hob hervor, dass die Gefahr für Europa nicht abnehme, sondern möglicherweise ansteigen könnte.
Nach NATO-Prognosen könnte Russland bis Ende des Jahrzehnts in der Lage sein, einen militärischen Angriff gegen das Bündnis durchzuführen. Eine Reaktion auf diese Bedrohung sei daher unerlässlich.

