Euro unter Druck: Währung verliert an Wert
Der Euro geriet am Montag erneut in Turbulenzen und verzeichnete innerhalb weniger Stunden einen deutlichen Kursverlust von fast einem Dollar-Cent. Nachdem die europäische Gemeinschaftswährung zuvor stabil bei etwa 1,17 US-Dollar gehandelt wurde, sank der Kurs zuletzt auf 1,1607 Dollar. Damit schien das am Freitag erreichte Hoch von 1,1743 Dollar, der höchste Stand seit Ende Juli, wieder in weite Ferne gerückt.
Die am Wochenende aufkeimende Hoffnung auf eine Zinssenkung der US-Notenbank Fed im September, die den Dollar zuvor geschwächt und dem Euro Auftrieb gegeben hatte, flaute am Montag merklich ab. Ursprünglich hatte eine Rede von Fed-Chef Jerome Powell in Jackson Hole, Wyoming, Bedenken über Risiken im amerikanischen Arbeitsmarkt ausgelöst und den Märkten vorübergehend Optimismus verliehen. Doch der frische Schwung an den Finanzmärkten verlor zu Wochenbeginn spürbar an Kraft, was sich auch in fallenden Aktienkursen niederschlug.
Zusätzlich geriet am Montag der Ifo-Index ins Visier der Finanzmärkte. Das bedeutendste Stimmungsbarometer der deutschen Industrie konnte im August trotz steigender US-Zölle zum sechsten Mal in Folge zulegen. Dennoch vermochte dieser Aufwärtstrend den Euro nicht nachhaltig zu stützen. Skeptische Töne schlug dabei Chefvolkswirt Thomas Gitzel von der VP Bank an. Er verwies auf das langsame Tempo der Erholung und betonte, dass der Ifo-Index trotz der jüngsten Zuwächse weiterhin auf einem niedrigen Stand verharrt.

