Euro unter Druck: US-Zolldrohungen stärken Dollar als sicheren Hafen
Zu Wochenbeginn hat der Euro seinen Kursrückgang fortgesetzt, während der US-Dollar durch einen Anstieg der Nachfrage profitiert. Die Drohungen der Vereinigten Staaten, eine erhebliche Erhöhung der Zölle auf EU-Importe ab dem 1. August einzuführen, haben die Anleger verunsichert und führen zu einer verstärkten Suche nach sicheren Anlagen, was dem Dollar zugutekommt.
Laut Analysen der Dekabank erhöht die zollbedingte Krise die Risikowahrnehmung an den Märkten. Die aggressive Verzollungspolitik von US-Präsident Donald Trump, welche die laufenden Verhandlungen mit der EU erschwert, wird voraussichtlich den Druck auf diverse Sektoren erhöhen.
Durch diese Entwicklungen erwarten Experten eine sinkende Wahrscheinlichkeit für eine Zinssenkung der US-Notenbank Federal Reserve im September, da inflationsbedingte Unsicherheiten zunehmen. Aktuell richten sich die Blicke der Anleger zudem auf neue Inflationsdaten aus den USA, die am Dienstag publiziert werden sollen und vermutlich einen weiteren Anstieg der Verbraucherpreise im Juni aufweisen könnten.
Die Landesbank Hessen-Thüringen sieht aufgrund steigender Kosten bei US-Unternehmen auch baldige Preisanpassungen voraus, die zur Inflation beitragen könnten. Solche Erwartungen stützen den Dollar und stellen den Euro weiterhin vor Herausforderungen.

