Euro überzeugt dank Dollar-Schwäche: Gemeinschaftswährung setzt Auftrieb fort
Der Euro behauptet sich weiterhin stark und setzt seine positive Entwicklung seit Wochenbeginn fort. Zu Beginn des Handels bezwang die Gemeinschaftswährung die Marke von 1,13 US-Dollar und erreichte zeitweise sogar 1,1362 Dollar. Im Verlauf des Nachmittags gab es eine leichte Korrektur auf 1,1340 Dollar. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den offiziellen Referenzkurs auf 1,1321 Dollar fest. Der US-Dollar wurde wiederum mit 0,8833 Euro bewertet.
Analysten führen den jüngsten Höhenflug des Euro vor allem auf die anhaltende Schwäche des Dollars zurück. Hintergrund ist die wachsende Besorgnis der Investoren über die steigende Verschuldung der USA, die den Druck auf den Dollar verstärkt hat und den Renditen von US-Staatsanleihen Auftrieb verlieh.
Die US-Regierung plant derzeit ein umfassendes Steuerentlastungspaket, das die Schuldenlast weiter erhöhen könnte. Diese Woche hat die Ratingagentur Moody's den USA die Spitzenbewertung "AAA" entzogen – ein Schritt, der mit der explodierenden Staatsverschuldung begründet wurde. Seit Wochenbeginn hat der Euro gegenüber dem Dollar um etwa 1,5 Prozent an Wert gewonnen.
Neben dem Euro konnte sich auch das britische Pfund als Gewinner am Währungsmarkt positionieren. Gegenüber dem Dollar kletterte es auf den höchsten Stand seit drei Jahren. Grund dafür ist ein markanter Anstieg der Inflation in Großbritannien. Diese stieg im April von 2,6 Prozent auf 3,5 Prozent, was die Aussicht auf weitere Zinssenkungen in Großbritannien dämpft und das Pfund stützt.
Die EZB legt zudem die Referenzkurse für einen Euro auf 0,84460 britische Pfund, 162,76 japanische Yen und 0,9352 Schweizer Franken fest. Der Goldpreis in London wurde am Nachmittag bei 3.300 Dollar pro Feinunze notiert, was etwa 10 Dollar über dem Vortagspreis liegt.

