Euro trotzt Unruhen und zeigt sich gestärkt
Die europäische Gemeinschaftswährung hat am Donnerstag ein stabiles Plus verzeichnet, nachdem sie im Verlauf des frühen Handels noch unter der Marke von 1,17 US-Dollar verharrte. Am Nachmittag notierte der Euro schließlich bei 1,1728 US-Dollar und glich damit die Verluste des Vortags aus. Die Europäische Zentralbank (EZB) fixierte den offiziellen Referenzkurs bei 1,1706 Dollar, nach zuvor 1,1739 Dollar. Demzufolge kostete der US-Dollar im Gegenzug 0,8542 Euro, ein leichter Anstieg im Vergleich zum vorherigen Stand.
Die Stimmung an den Finanzmärkten blieb trotz einer Kehrtwende des US-Präsidenten Donald Trump im politischen Konflikt um Grönland größtenteils unbeeinflusst. Trump äußerte im Gespräch mit dem US-Sender Fox Business die Erwartung, dass die USA langfristig ungehinderten Zugang zu Grönland erhalten könnten. Doch der Devisenexperte Volkmar Baur von der Commerzbank warnt davor, dass aus europäischer Sicht Zurückhaltung geboten ist. Die Details der Gespräche sind noch offen, und es bleibt Raum für Unsicherheiten.
Einfluss auf den Devisenmarkt hatten die US-Konjunkturdaten indes kaum. Die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe blieben stabil auf niedrigem Niveau, und das Wirtschaftswachstum in den USA zeigte im dritten Quartal die stärkste Leistung seit zwei Jahren. Die Veränderungen waren marginal höher als ursprünglich geschätzt.
Auch andere Währungen entwickelten sich relativ stabil. Die EZB legte den Euro-Referenzkurs gegenüber dem britischen Pfund bei 0,87220 fest und gegen den japanischen Yen bei 185,88. Der Kurs gegenüber dem Schweizer Franken wurde auf 0,9283 fixiert. Erfreuliche Nachrichten kamen zudem vom Goldmarkt: Die Feinunze Gold verteuerte sich um etwa 20 Dollar und erreichte einen Preis von 4.852 Dollar.

