Euro steigt – US-Shutdown beendet: Finanzmärkte atmen auf
Der Euro hat am Donnerstag einen weiteren Höhenflug erlebt und ist auf über 1,16 US-Dollar gestiegen. Am Nachmittag wurden 1,1634 Dollar für die europäische Gemeinschaftswährung notiert – ein deutlicher Anstieg gegenüber den Morgenstunden. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs bei 1,1619 Dollar fest, was einem Anstieg im Vergleich zum Vortag entspricht. Im Umkehrschluss wurde der Dollarpreis auf 0,8606 Euro bemessen.
Nach einer rekordverdächtigen Dauer von 43 Tagen wurde der längste Stillstand in den US-Regierungsgeschäften beendet. Präsident Donald Trump setzte mit seiner Unterschrift den kurzfristigen Haushalt in Kraft, den das Parlament zuvor verabschiedet hatte. Obwohl das Ende des Shutdowns erwartet wurde, blieben größere Kursbewegungen auf den Finanzmärkten aus.
Thomas Gitzel, Chefvolkswirt der VP Bank, wies darauf hin, dass der Übergangshaushalt nur bis zum 30. Januar gültig ist, was die Möglichkeit eines weiteren Shutdowns Anfang 2026 wieder ins Spiel bringt. Allerdings wären die Auswirkungen eines erneuten Regierungsstillstandes begrenzt, da wichtige Bereiche wie Lebensmittelhilfen und diverse Ministerien bis zum 30. September finanziert sind.
Nach wie vor unklar bleibt, wann die US-Behörden ihre wirtschaftlichen Berichte wieder regelmäßig veröffentlichen. Besonders die Verbraucherpreise für Oktober und der erhoffte Arbeitsmarktbericht könnten betroffen sein, zumindest teilweise. Die Verzögerungen bei der Veröffentlichung anderer Wirtschaftsdaten sind ebenfalls zu erwarten.

