Euro stabil trotz unsicherem Marktumfeld
Der Euro verharrt trotz eines volatilen Marktumfeldes nahezu unverändert bei 1,17 US-Dollar. Am Nachmittag wurde die Gemeinschaftswährung bei 1,1719 Dollar gehandelt, was dem morgendlichen Stand entsprach. Die Europäische Zentralbank (EZB) legte den Referenzkurs bei 1,1698 US-Dollar fest, nach 1,1718 am Vortag. Dies bedeutet, dass ein Dollar nun 0,8548 Euro kostet.
Das Fehlen klarer Impulse auf dem Devisenmarkt wird durch die Nichtveröffentlichung signifikanter Konjunkturdaten in der Eurozone und den USA unterstrichen. Seit Anfang des Monats bewegt sich der Euro in einem engen Korridor zwischen 1,17 und 1,18 Dollar.
Die europäische Gemeinschaftswährung steht weiterhin unter dem Einfluss der US-Handelspolitik. Präsident Donald Trump hat angekündigt, die Einführung von Zöllen, die bis zu diesem Mittwoch erwartet wurden, auf den 1. August zu verschieben. Des Weiteren plant Trump, Zusatzabgaben auf branchenspezifische Importe wie Kupfer zu erheben, mit einem Zuschlag von 50 Prozent. Auch Arzneimittel, Halbleiter und andere Produkte könnten betroffen sein.
Laut Peter Dragicevich, Währungsstratege bei Corpay, könnte der schwelende Handelskonflikt mittelfristig den Dollar schwächen. Er führt dies auf mögliche Wachstumsrückgänge in den USA, bedingt durch erhöhte Unsicherheit und steigende Importkosten, zurück. Auch die Aussicht auf einen schwächeren Arbeitsmarkt und niedrigere Kapitalströme in die USA spielen eine Rolle.
Zusätzlich zu diesen Entwicklungen legte die EZB die Referenzkurse für den Euro gegenüber anderen wichtigen Währungen fest: 0,86130 britische Pfund, 171,63 japanische Yen und 0,9325 Schweizer Franken. Bemerkenswert ist auch der Anstieg des Goldpreises in London, wo eine Feinunze am Nachmittag mit 3.308 Dollar gehandelt wurde, etwa 6 Dollar mehr als am Vortag.

