Euro lässt nach starkem US-Arbeitsmarktbericht nach

Die europäische Gemeinschaftswährung hat am Mittwoch spürbar nachgegeben, nachdem ein unerwartet starker Arbeitsmarktbericht aus den USA veröffentlicht wurde. Am Nachmittag wurde der Euro mit 1,1856 US-Dollar gehandelt, nachdem er noch am Vormittag bei über 1,19 Dollar gelegen hatte. Die Europäische Zentralbank legte den Referenzkurs auf 1,1900 Dollar fest, während der Dollar demnach 0,8403 Euro kostete.
Der US-Arbeitsmarkt zeigte sich im Januar robuster als vorhergesagt. Die Zahl der Beschäftigten legte zu und die Arbeitslosenquote nahm ab, während die Stundenlöhne ebenfalls stärker als erwartet anstiegen. Diese Entwicklungen mindern laut Ökonomen die Hoffnung auf baldige Leitzinssenkungen der US-Notenbank Fed.
"Der aktuelle Arbeitsmarktbericht liefert keinen Anlass für eine schnelle Lockerung der Geldpolitik", resümieren die Experten der Commerzbank. Die Zahlen unterstreichen, dass der Arbeitsmarkt in den vergangenen Monaten an Stabilität gewonnen hat und sogar eine leichte Dynamik entfaltet. Zinssenkungen könnten jedoch unter dem neu ernannten Fed-Vorsitzenden Kevin Warsh wieder ein Thema werden, wenn dieser Mitte Mai sein Amt antritt.
Die EZB setzte weiterhin für andere wichtige Währungen die Referenzkurse des Euros auf 0,86990 britische Pfund, 182,79 japanische Yen und 0,9136 Schweizer Franken fest. Der Preis für eine Feinunze Gold stieg zuletzt auf 5.055 Dollar, was einem Anstieg von etwa 29 Dollar im Vergleich zum Vortag entspricht.

