Euro klettert nach Trumps Zollankündigung
Der Euro hat angesichts eines massiven Zollpakets der US-Regierung deutliche Kursgewinne verzeichnet. Die Gemeinschaftswährung erreichte am Morgen die Marke von 1,0990 Dollar, den höchsten Stand seit einem halben Jahr. Noch vor der Pressekonferenz von US-Präsident Donald Trump, in der er umfassende Zölle ankündigte, lag der Euro bei 1,0850 Dollar. Trumps Wirtschaftspolitik hatte dem Euro in den letzten Wochen bereits auftrieb gegeben.
Das neue Zollpaket des US-Präsidenten richtet sich gegen alle Handelspartner. Die Einführung eines pauschalen Zolls von zehn Prozent auf Importe aus sämtlichen Staaten soll umgesetzt werden. Für viele Länder könnten sogar höhere Abgaben anfallen, abhängig vom individuellen Handelsdefizit. So sollen deutsche und andere EU-Einfuhren in die USA mit neuen Zöllen von zwanzig Prozent belastet werden.
Beachtenswert ist, dass der US-Dollar trotz dieser Entwicklungen nicht als sicherer Hafen an Anziehung gewinnt, wie Experten der Dekabank erläutern. Stattdessen legten neben dem Euro auch der japanische Yen zu. Die Anleger identifizieren größere Risiken für die USA. Dennoch sei mit weiteren Kursschwankungen zu rechnen, da die Märkte weiterhin auf mögliche Verhandlungsergebnisse hoffen, die negative Auswirkungen auf die globale Wirtschaft mildern könnten.

