Euro-Bund-Future unter Druck: Deutsche Anleihen verlieren vor US-Arbeitsmarktbericht
Am Mittwoch verzeichneten deutsche Staatsanleihen Verluste und büßten dabei die am Vortag erzielten Gewinne ein. Der Euro-Bund-Future, welcher als entscheidender Indikator fungiert, sank um 0,44 Prozent auf 129,92 Punkte. Gleichzeitig erhöhte sich die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen auf 2,65 Prozent.
Noch am Dienstag waren Anleihen aufgrund eines schwächelnden Aktienmarktes besonders gefragt. Ursache hierfür waren erneut aufkeimende Sorgen über den andauernden Handelskonflikt zwischen den USA und der Europäischen Union. Doch mit einer leichten Erholung an den wichtigsten europäischen Börsen am Mittwoch ließ auch die Nachfrage nach sicheren Staatsanleihen nach.
Im Vordergrund des Marktgeschehens steht der für Donnerstag erwartete, monatliche US-Arbeitsmarktbericht. Während sich der US-Jobmarkt zuletzt stabil zeigte, sorgten aktuelle Daten des Arbeitsmarktdienstleisters ADP für Verunsicherung. Erstmals seit zwei Jahren verzeichnete die Privatwirtschaft im Juni einen Rückgang bei den Arbeitsplätzen, was die Analysten überraschend traf, da diese von einem weiteren Stellenaufbau ausgegangen waren.
Der Arbeitsmarktbericht hat eine entscheidende Bedeutung für die Geldpolitik der US-Notenbank Federal Reserve (Fed) und somit auch für den Anleihenmarkt. Die Fed zeigte sich zuletzt zögerlich bei Zinsanpassungen. Gleichzeitig bleibt die wirtschaftspolitische Strategie von US-Präsident Donald Trump ein Unsicherheitsfaktor für die Märkte.

