EU verschiebt Vergeltungszölle – und weitere Wirtschaftsmeldungen
Die Europäische Union hat ihren Entschluss, Vergeltungszölle auf US-Importe im Umfang von mehreren Milliarden Euro einzuführen, um zwei Wochen verschoben. Diese Maßnahme ist eine Reaktion auf die von US-Präsident Donald Trump verhängten Zölle auf Stahl- und Aluminiumprodukte. Die Europäische Kommission, die für die Umsetzung solcher Handelsmaßnahmen zuständig ist, gab bekannt, dass der neue Stichtag Mitte April sein wird.
In einem separaten geopolitischen Kontext hat Moskau seine Delegation für die Verhandlungen mit den USA bezüglich des Konflikts in der Ukraine zusammengestellt. Georgi Karassin, ein erfahrener Außenpolitiker, und Sergej Besseda, ein führender Geheimdienstmitarbeiter, wurden als Delegationsleiter für die Expertengespräche in Riad ernannt. Dies teilte der außenpolitische Berater von Präsident Wladimir Putin, Juri Uschakow, mit und zeigte damit Russlands Bestrebungen, in den diplomatischen Dialog zu treten.
Die Bank of England hat in ihrer jüngsten Sitzung beschlossen, den Leitzins unverändert bei 4,50 Prozent zu belassen. Diese Entscheidung wurde allgemein erwartet, da die britische Wirtschaft mit Unsicherheiten konfrontiert ist, die die Notenbank aktuell zu einem vorsichtigen Kurs bewegen.
In den Vereinigten Staaten hingegen verzeichneten die Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe einen geringeren Anstieg als ökonomisch prognostiziert. Die Arbeitsmarktdaten, veröffentlicht vom US-Arbeitsministerium, zeigen auf ein weiterhin robustes Beschäftigungsumfeld, obwohl die Zahl der Anträge um 2.000 auf 223.000 stieg.
In Deutschland besteht laut dem Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung ein erheblicher Bedarf an Wohnraum, mit der Projektion, dass jährlich 320.000 neue Wohnungen bis 2030 erforderlich sind. Dies spiegelt eine leichtere Belastung wider, als es viele Experten und Institute vorhersehen.
Die Schweizerische Nationalbank hat ihren Leitzins um 0,25 Prozentpunkte auf 0,25 Prozent gesenkt, markierend einen weiteren Zinsschritt, um monetäre Bedingungen zu erleichtern. Unterdessen zeigt sich beim Preisauftrieb auf Herstellerebene in Deutschland eine verhaltene Entwicklung. Die Erzeugerpreise erhöhten sich im Februar um lediglich 0,7 Prozent, was unter den durchschnittlichen Marktanalysen bleibt.

