EU verschärft Regulierung für Online-Plattformen: Strengere Maßnahmen gegen illegale Inhalte
Die Europäische Union strafft ihre Zügel in der Regulierung digitaler Inhalte und geht dabei konkret gegen drei namhafte Sex- und Pornoplattformen vor. Die Änderungen treten in den nächsten Tagen in Kraft und verpflichten Pornhub, Stripchat sowie XVideos, detaillierte Risikobewertungen bezüglich illegaler Inhalte durchzuführen. Diese Bewertungen erstrecken sich insbesondere auf die Prävention geschlechtsspezifischer Gewalt und den Schutz von Minderjährigen. Sowohl die mentale Gesundheit der Nutzer als auch der Umgang mit potenziell gefährdenden Inhalten stehen dabei im Fokus der EU-Kommission.
Die Entscheidung aus Brüssel kategorisiert die drei Plattformen als "sehr große Online-Plattformen", womit sie in Sachen Regulierung auf eine Ebene mit sozialen Schwergewichten wie Twitter, Facebook und Tiktok gestellt werden. Auch mehrere Google-Dienste befinden sich in dieser Klassifizierung. Die Maßnahmen sind Teil des neuen Gesetzes über digitale Dienste (DSA), das darauf abzielt, den Umgang mit illegalen Inhalten auf Online-Plattformen verantwortungsvoller und transparenter zu gestalten. Nutzer erhalten zugleich vereinfachte Mechanismen, um bedenkliches Material zu melden.
Diese jüngsten Vorgaben unterstreichen das Bestreben der EU, insbesondere große Dienste mit einer verstärkten Regelungsdichte zu konfrontieren. Dabei sollen Plattformen nicht nur zur schnelleren Entfernung illegaler Inhalte veranlasst werden, sondern auch präventiv handeln, um sicherzustellen, dass solches Material gar nicht erst verbreitet wird. (eulerpool-AFX)

