EU und Vietnam heben bilaterale Beziehungen auf neues Niveau
Die Europäische Union hat ihre Zusammenarbeit mit Vietnam bedeutend vertieft, indem sie die Beziehungen zu einer umfassenden strategischen Partnerschaft ausgeweitet hat. Diese Weiterentwicklung umfasst wesentliche Felder wie Außenpolitik, Handel, Sicherheit, Technologie und Klimaschutz. In einer gemeinsamen Erklärung in Hanoi betonten die Spitzenvertreter beider Seiten die Wichtigkeit dieser Partnerschaft in einer Zeit, in der die internationale regelbasierte Ordnung von vielen Seiten herausgefordert wird. António Costa, Präsident des Europäischen Rates, hob die Rolle der EU und Vietnams als zuverlässige Partner hervor.
Vietnam betrachtet diese Entwicklung als einen "historischen Meilenstein", wie der vietnamesische Präsident Luong Cuong erklärte. Beide Seiten verweisen auf die bereits etablierte Basis durch Abkommen wie das EU-Vietnam-Freihandelsabkommen (EVFTA), das als Fundament für weitere Kooperationen dient.
Diese Annäherung ist auch im Kontext der US-amerikanischen Handelspolitik unter Präsident Donald Trump zu sehen, der hohe Zölle auf vietnamesische Importe verhängte. Die enge Zusammenarbeit mit der EU bietet Vietnam eine Chance, seine ökonomischen Beziehungen zu diversifizieren und weniger abhängig von einzelnen Märkten, wie den USA, zu sein. Die vietnamesische Regierung hat bereits den Bedarf erkannt, Exportmärkte anzupassen und die Qualität der Waren zu erhöhen, um neue Potenziale zu erschließen und den Anforderungen des internationalen Marktes gerecht zu werden.

