EU sichert sich gegen Trumps Pharmapolitik ab
Die Europäische Union zeigt sich gelassen angesichts der jüngsten Ankündigung von US-Präsident Donald Trump, der ab Oktober einen Zollsatz von 100 Prozent auf markenrechtlich geschützte und patentierte Pharmazeutika erheben will. Laut einem Sprecher in Brüssel hat die EU in einer im August veröffentlichten Handelsvereinbarung klargestellt, dass eine Zollobergrenze von 15 Prozent für EU-Exporte, einschließlich Pharmazeutika, besteht. Diese Vereinbarung soll die europäischen Wirtschaftsakteure schützen und verhindern, dass höhere Zölle erhoben werden.
Der Hintergrund dieses Handelsstreits ist Trumps Forderung an ausländische Pharmaunternehmen, ihre Produktionsstätten in die USA zu verlagern. Genauer gesagt, reicht bereits der Beginn von Bauarbeiten aus, um der Zollpflicht zu entgehen. Bis zur endgültigen Fertigstellung würde kein zusätzlicher Zoll mehr anfallen.
Es bleibt spannend zu beobachten, wie sich die transatlantischen Handelsbeziehungen in der Pharmaindustrie weiterentwickeln werden. Das Anliegen der EU, den Zugang zum US-Markt trotz protektionistischer Maßnahmen offen zu halten, wird deutlich. Die Maßnahmen der EU zur Absicherung scheinen in diesem Fall besonders effektiv.

