EU-Parlament stärkt Flexibilität bei Gasspeicher-Befüllung
Das Europäische Parlament hat beschlossen, die bisher strikten Vorgaben zur Befüllung der Gasspeicher in der EU abzumildern, um die Märkte zu stabilisieren und Preisschwankungen entgegenzuwirken. Während die Speicher weiterhin bis Ende 2027 eine entscheidende Rolle für die Versorgungssicherheit spielen sollen, einigten sich die Abgeordneten mehrheitlich darauf, mehr Flexibilität bei der Befüllung zu schaffen.
Aktuell ist vorgesehen, dass die Gasspeicher bis zum 1. November jedes Jahr zu 90 Prozent gefüllt sein müssen. Dies war eine Maßnahme, die Mitte 2022 eingeführt wurde. Nun schlägt das Parlament eine reduzierte Vorgabe von 83 Prozent vor, die variabel zwischen dem 1. Oktober und dem 1. Dezember erreicht werden kann. Zusätzlich sollen die Staaten die Möglichkeit erhalten, bei schwierigen Marktbedingungen, wie etwa bei Versorgungsproblemen oder hoher Nachfrage, von diesem Ziel um bis zu vier Prozentpunkte abzuweichen.
Dieser Vorschlag findet seine Ursprünge in der europäischen Kommission und wird auch von den EU-Mitgliedstaaten unterstützt, die sich offen für Verhandlungen gezeigt haben, um die neuen Regularien zu finalisieren und in Kraft zu setzen. Ziel ist es, eine Balance zwischen Versorgungssicherheit und wirtschaftlicher Stabilität zu finden. In den kommenden Monaten wird erwartet, dass die EU-Länder gemeinsam mit dem Parlament die Details dieser neuen Regelungen ausarbeiten.

