EU mahnt nach US-Militäraktion in Venezuela zur Einhaltung des Völkerrechts
Die jüngsten militärischen Interventionen der USA in Venezuela haben in Europa rapide diplomatische Wellen geschlagen. EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas forderte nachdrücklich die Beachtung internationaler Rechtsnormen. Auf der Plattform X betonte sie die fundamentale Bedeutung der Prinzipien des Völkerrechts sowie der Charta der Vereinten Nationen und sprach sich eindringlich für Zurückhaltung aus. Zuvor stand sie in engem Kontakt mit US-Außenminister Marco Rubio.
Mit Argusaugen verfolgt die Europäische Union die Geschehnisse in Venezuela, wie aus einem Beitrag von Kallas hervorgeht. Die EU hat wiederholt festgehalten, dass dem venezolanischen Präsidenten Maduro die Legitimität fehle, und wirbt für einen friedlichen Wandel. Dabei unterstrich die estnische Politikerin auch die oberste Priorität, die die Sicherheit der EU-Bürger in der Region genießt.
EU-Ratspräsident António Costa äußerte angesichts der aktuellen Entwicklungen ähnliche Bedenken. Auch er appellierte an eine Entschärfung der Situation und eine respektvolle Einhaltung der internationalen Prinzipien. Costa versicherte, dass die EU weiterhin unermüdlich für eine friedvolle, demokratische und integrative Lösung in Venezuela eintreten werde.
In der Nacht zum Samstag waren die USA militärisch gegen diverse Infrastrukturpunkte in Venezuela vorgegangen. Nach Aussagen von Präsident Donald Trump konnte der venezolanische Staatschef Maduro gefasst und aus dem Land gebracht werden. Berichten zufolge richteten sich die Angriffe insbesondere gegen militärische Einrichtungen, Flugplätze sowie Kommunikations- und Hafenanlagen.

