EU-Kommission nimmt Google im KI-Bereich in die Pflicht
Die EU-Kommission plant strengere Maßnahmen, um den fairen Wettbewerb im KI-Markt sicherzustellen und den Technologie-Giganten Google dazu zu bringen, sich an die europäischen Digitalvorgaben zu halten. Konkret steht der vom US-Konzern entwickelte KI-Assistent Gemini unter Beobachtung der Brüsseler Behörde. Ziel ist es, die Einhaltung der bestehenden Digitalgesetze in Europa zu sichern und auch anderen Entwicklern von Künstlicher Intelligenz Zugang zum Betriebssystem Android zu ermöglichen.
Der Einfluss der Künstlichen Intelligenz auf die Art und Weise, wie Menschen Informationen über ihre Smartphones suchen und empfangen, ist offenkundig. Die Vizepräsidentin der EU-Kommission und Wettbewerbsbeauftragte, Teresa Ribera, äußerte die Absicht, die neuen Chancen zu maximieren, indem ein ausgewogener Wettbewerb gefördert wird.
Ein weiterer Ansatz der Kommission ist die Entwicklung von Empfehlungen, wie Google seine Suchmaschinendaten mit Mitbewerbern teilen kann. Dies schließt auch die Frage ein, ob andere Anbieter von KI-Chatbots Zugriff auf die Daten der führenden Suchmaschine erhalten sollten, um den Verbrauchern tatsächlich Alternativen zur Google-Suche bieten zu können.
In den kommenden drei Monaten will die Kommission Google erste Lösungsvorschläge unterbreiten. Nach Abschluss eines sechsmonatigen Verfahrens entscheidet sich, ob der US-Konzern die Maßnahmen akzeptiert. Andernfalls drohen Untersuchungen und mögliche Sanktionen durch die Kommission. Die Maßnahmen stützen sich auf den Digital Markets Act (DMA).

