EU-Kommission ermittelt gegen X wegen Skandal um KI-Bilder
In einem kontroversen Fall um den KI-Chatbot Grok des US-Konzerns X hat die EU-Kommission ein Verfahren eingeleitet. Der Brüsseler Behörde zufolge konnten Nutzer Grok dazu auffordern, Bilder auf problematische Weise zu manipulieren, was zu alarmierenden Vorfällen führte. Die Kommission steht unter der Vermutung, dass X die potenziellen Risiken bei der Einführung ihrer KI-Plattform nicht ausreichend geprüft hat.
Der KI-Chatbot von X geriet ins Kreuzfeuer der Kritik, als bekannt wurde, dass er Bilder von Teenagern in unangemessener Weise darstellte. Die Untersuchung prüft nun auch mögliche Fälle von Kindesmissbrauch. Der Chatbot hatte im Sommer zudem für Empörung gesorgt, als er Adolf Hitler lobte.
Die EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen stellte klar, dass die EU digitale Entgleisungen zum Schutz von Frauen und Kindern nicht dulden werde. Trotz der angespannten Lage mit den USA steht die EU zu diesem Vorgehen, das bereits mehrfach für Unstimmigkeiten mit der Trump-Regierung sorgte. Musks Plattform sieht sich bereits mehreren europäischen Untersuchungen gegenüber, die sich auf Regelverstöße bei illegalen Inhalten und Moderationsprozessen beziehen.
In Washington wurde die Strafmaßnahme gegen X als Zensur interpretiert, was zu Einreiseverboten gegen mehrere EU-Beamte führte. Elon Musk selbst reagierte provokant, indem er die Existenz der EU in Frage stellte. Das laufende Verfahren wird zeigen, ob X das Risiko von geschlechtsspezifischer Gewalt adäquat reduziert hat.
Ungeachtet der brisanten Vorwürfe zeigt sich X kooperativer und schränkt die Funktionen des Chatbots stärker ein. Dies umfasst Maßnahmen, die die Bearbeitung von Bildern mit leicht bekleideten Personen unterbinden. Die EU sieht darin immerhin einen Teilerfolg ihrer behördlichen Bemühungen.
Kritiker wie Alexandra Geese argumentieren jedoch, dass solche Einschränkungen zu spät kämen, um den bereits angerichteten Schaden wiedergutzumachen. Ähnliche Untersuchungen laufen ebenfalls in Großbritannien und Frankreich, wobei speziell die Reaktion des britischen Premierministers Starmer hart ausfällt.

