Ethereum wird 10: Was definiert das nächste Jahrzehnt?
Es sind bereits zehn Jahre vergangen, seit Ethereum gestartet ist und signifikante Innovationen in das Blockchain-Ökosystem gebracht hat. In dieser Zeit hat das Netzwerk das Wachstum von dezentralem Finanzwesen (DeFi), nicht-fungiblen Token (NFTs) und dezentralen autonomen Organisationen (DAOs) vorangetrieben.
Ethereum bei 10
Ethereum führte die Programmierbarkeit und Smart Contracts in die Blockchain ein. Während sich die Benutzerbasis des Netzwerks auf mindestens 80 Länder ausgedehnt und die Anzahl der Transaktionen Millionen erreicht hat, fordern Wettbewerber seine führende Position in der Branche heraus.
Obwohl das Projekt kürzlich institutionelle Akzeptanz erfährt, könnte es in den nächsten zehn Jahren Schwierigkeiten haben, relevant zu bleiben. Jamie Elkaleh, CMO bei Bitget Wallet, ist der Meinung, dass Ethereum seine Position als Standard-Layer-1 (L1) Blockchain kontinuierlich neu erarbeiten muss. Nur die Reife der Infrastruktur wird die Zukunft des Netzwerks formen, nicht eine „Killer-App“.
Laut Elkaleh werden Ethereums Unterscheidungsmerkmale Interoperabilität und Komponierbarkeit sein. Das Netzwerk muss sich von Layer-2 (L2) Kettenreibungen entfernen und sich darauf konzentrieren, schnellere und günstigere Transaktionen zu ermöglichen. Zusätzlich muss das Netzwerk die Benutzerfreundlichkeit und die Sicherheitsfreigabe über Ketten hinweg priorisieren, damit es das „Gravitationszentrum in einer Multi-Chain-Welt“ bleibt.
Auf die Frage nach der Qualität des technischen Fahrplans von Ethereum äußerte sich der CFO von Bitget Wallet dahin gehend, dass die Herausforderung im Tempo und nicht in der Richtung liegt. Während der Fahrplan L1-Einschränkungen und L2-Skalierbarkeit durch Upgrades angeht, führen konkurrierende Ökosysteme in Bezug auf Benutzererfahrung und Geschwindigkeit.
“Ethereum’s upgrades are often technically elegant but operationally complex,” he said, adding that the network risks falling behind on the UX front, unless developers accelerate execution.
Fokus auf das zentrale L1
In seinem Kommentar betonte Steven Pu, Mitbegründer des zur Ethereum Virtual Machine kompatiblen Netzwerks Taraxa, die Notwendigkeit für Ethereum, sich nicht auf L2-Ketten zu verlassen. Er bezeichnete sie als „zentralisiert, unsicher und parasitär“ und bestand darauf, dass der beste Weg zur Verbesserung des Netzwerks darin bestünde, die L1-Kette selbst zu skalieren.
Im Grunde muss Ethereum sich auf sich selbst konzentrieren, um schneller und günstiger zu werden, insbesondere da immer neue Generationen von L1-Ketten entstehen.
“We hope there’ll be a course change soon,” Pu stated.
Wird Ethereum weiterhin die zweitgrößte Blockchain bleiben oder von effizienteren Netzwerken überholt werden? Wird das Ökosystem weiterhin Dezentralisierung gewährleisten und gleichzeitig den Anforderungen der Nutzer gerecht werden? Und noch wichtiger, wird Ether neue Höchststände erreichen und Investoren signifikanten Wert liefern? Nur die Zeit wird es zeigen.

