Eskalation in Beirut: Israelischer Angriff tötet Hisbollah-Generalstabschef
Israels Militär hat mit einem gezielten Angriff in Beirut für Schlagzeilen gesorgt. Der Angriff richtete sich gegen Haitham Ali Tabatabai, den Generalstabschef der proiranischen Hisbollah-Miliz. Die USA hatten einst ein Kopfgeld von fünf Millionen Dollar auf ihn ausgesetzt, was die Brisanz seines Todes im libanesischen Vorort Haret Hreik unterstreicht.
Bestätigt wurde der Tod durch die Hisbollah, die den Verlust zudem von vier weiteren Mitgliedern beklagte. Auf libanesischer Seite spricht man von insgesamt fünf Toten und 28 Verletzten. Diese jüngste Eskalation markiert den ersten israelischen Angriff auf die Region um Beirut seit einiger Zeit und hinterließ beträchtliche Schäden an umliegenden Gebäuden und Fahrzeugen.
Die libanesische Nachrichtenagentur NNA berichtete von massiven Zerstörungen durch den Angriff. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ordnete den Angriff nach Absprache mit Verteidigungsminister Israel Katz und Militärchef Ejal Zamir an.
Katz unterstrich, dass Israel mit Entschlossenheit agiere, um potenzielle Bedrohungen gegen den Staat und die Bevölkerung im Norden zu verhindern. Seine Rhetorik war eindeutig: Wer Israel angreife, müsse mit Konsequenzen rechnen.
Israel und die Hisbollah-Miliz hatten sich Ende 2024 zwar auf eine Waffenruhe geeinigt, jedoch dauern die Spannungen an, und gegenseitige Vorwürfe von Verstößen sind an der Tagesordnung. Der Vorort Haret Hreik bleibt ein wiederkehrender Schauplatz der Konflikte, wie auch frühere Angriffe auf den Hisbollah-Führer Hassan Nasrallah im September des Vorjahres und die Explosion, der Hamas-Vize Saleh al-Aruri im Januar 2024 zum Opfer fiel, deutlich machen.

