Erzeugerpreise in den USA steigen weiter – Inflation unter Beobachtung
Die jüngsten Daten des US-Arbeitsministeriums zeigen einen Anstieg der Erzeugerpreise im Mai, was auf einen verstärkten Preisauftrieb hinweist. Im Vergleich zum Vorjahr haben die Produzentenpreise um 2,6 Prozent zugelegt. Diese Entwicklung entsprach den Erwartungen der Volkswirte, während die Rate für den April leicht nach oben auf 2,5 Prozent revidiert wurde.
Interessanterweise ging die Kerninflationsrate, die keinen Einfluss von schwankungsanfälligen Energie- und Lebensmittelpreisen integriert, um 0,2 Prozentpunkte auf 3,0 Prozent zurück. Analysten hatten hier einen etwas höheren Wert von 3,1 Prozent prognostiziert. Aus Sicht von Ökonomen bietet die Kernrate ein präziseres Bild der langfristigen Inflationstrends.
In der Monatsbetrachtung verzeichnete der Erzeugerpreisindex einen Anstieg von 0,1 Prozent. Diese Erzeugerpreise sind entscheidend, da sie direkten Einfluss auf die Verbraucherpreise haben, die wiederum maßgeblich die geldpolitischen Entscheidungen der Federal Reserve bestimmen. Für den Mai wurde eine leicht gestiegene Verbraucher-Inflationsrate von 2,4 Prozent beobachtet. Allerdings wird aufgrund der protektionistischen Handelspolitik der US-Regierung in naher Zukunft mit einem beschleunigten Anstieg der Inflation gerechnet.

