Erwartungen an neue Drohnenwaffen: BDLI unterstützt Pläne der Bundeswehr
Der Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie (BDLI) wertet die Pläne zur Einführung neuer Drohnenwaffen bei der Bundeswehr als bedeutendes Signal. Angesichts der nahezu täglichen Verletzungen des NATO-Luftraums durch russische Kampfjets und Drohnen sei die Notwendigkeit einer schnellen Reaktion offensichtlich, betont BDLI-Hauptgeschäftsführerin Marie-Christine von Hahn gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.
In ihrer Reaktion auf die Aussagen von Generalinspekteur Carsten Breuer, der die zügige Implementierung neuer Waffensysteme zur Drohnenabwehr in der Bundeswehr fordert, hebt von Hahn die Effektivität von Drohnen im Kampf hervor. Loitering Munition, auch bekannt als Kamikazedrohnen, wird aktuell erprobt; die Bundeswehr plant, noch in diesem Jahr scharfe Schusstests durchzuführen.
Von Hahn ruft Politik, Bundeswehr und Industrie zu einer gemeinsamen Kraftanstrengung auf, um die Verteidigungsfähigkeit rasch zu stärken. Die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie bringt sowohl technologische als auch praktische Kompetenzen mit, die es in der Sicherheitskooperation einzusetzen gilt. „Deutsche Technik zeigt bereits in der Ukraine großen Erfolg,“ so von Hahn. „Diese Expertise möchten wir auch deutschlandweit verankern.“

