Erneuter Schlagabtausch: Russland weist britischen Diplomaten wegen Spionagevorwürfen aus
Die diplomatischen Spannungen zwischen Russland und Großbritannien haben einen weiteren Tiefpunkt erreicht, nachdem Russland abermals einen britischen Diplomaten mit dem Vorwurf der Spionage des Landes verwiesen hat. Der betroffenen Person, die aus dem Umfeld der britischen Botschaft stammt und den Sicherheitsdiensten des Vereinigten Königreichs zugerechnet wird, wurde die Arbeitsberechtigung in Russland entzogen und eine Zwei-Wochen-Frist gesetzt, um das Land zu verlassen.
Das britische Außenministerium reagierte umgehend und wies die Vorwürfe als unbegründet und bösartig zurück. Man sei dabei, die nächsten Schritte mit Bedacht zu überprüfen, hieß es aus London.
Diese diplomatische Auseinandersetzung verleiht der ohnehin angespannten Beziehung zwischen den beiden Nationen einen erneuten Schub an Brisanz, insbesondere angesichts des sich verschärfenden Konflikts in der Ukraine, der seit beinahe vier Jahren die internationale Politik prägt. Der russische Inlandsgeheimdienst, der FSB, gibt an, einen Geheimdienstmitarbeiter unter 'falscher Flagge' in der britischen Botschaft entlarvt zu haben.
Diesmal handle es sich um einen zweiten Sekretär der internen Verwaltung. Diese Vorfälle reihen sich in eine Serie von ähnlichen Anschuldigungen ein, die die diplomatischen Fronten verhärten und das Vertrauen zwischen Moskau und London weiter erschüttern.

