Erneuter Rückgang der Heizkosten erwartet: Fernwärme als Ausnahme
Laut einer aktuellen Prognose wird das Heizen in Deutschland auch in diesem Jahr günstiger. Eine Analyse des Heizspiegels der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft CO2online zeigt, dass die Kosten für das Heizen mit Gas voraussichtlich um etwa 25 Prozent unter dem Vorjahresniveau liegen werden. CO2online wird dabei unter anderem durch das Bundeswirtschaftsministerium unterstützt. Interessanterweise wird erwartet, dass auch die Kosten für das Heizen mit Wärmepumpen in diesem Jahr um 18 Prozent sinken.
Eine Ausnahme bildet der Bereich der Fernwärme: Hier prognostizieren die Experten einen Anstieg der Kosten um etwa 21 Prozent. Die Beratungsgesellschaft führt diesen Anstieg auf intransparente Preise und eine unzureichende Marktregulierung zurück.
Bereits im vergangenen Jahr sind die Heizkosten durchschnittlich deutlich gesunken. Ein Haushalt in einer 70-Quadratmeter-Wohnung zahlte für das Heizen mit Gas um die 1.330 Euro, was einem Rückgang von etwa zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Bei den Wärmepumpen war der Rückgang mit 28 Prozent sogar noch signifikant höher. Allerdings stiegen die Kosten für die Fernwärme im gleichen Zeitraum um acht Prozent.
Die Verringerung der Heizkosten im vergangenen Jahr war vor allem auf staatliche Preisbremsen zurückzuführen, die die Endverbraucherpreise begrenzten. Zusätzlich entspannte sich der Markt nach der Energiekrise von 2022. Auffällig ist jedoch, dass der Energieverbrauch nahezu unverändert blieb.
Tanja Loitz, Geschäftsführerin von CO2online, betont: „Viele Haushalte unterschätzen nach wie vor ihren Energieverbrauch und das Sparpotenzial.“ Laut Loitz könnten 90 Prozent aller Haushalte durch ein verändertes Heizverhalten und Modernisierungen ihre Heizkosten reduzieren – im Durchschnitt um bis zu 1.095 Euro pro Jahr.

