Erneuter nächtlicher Angriff auf Kiew belastet Friedensgespräche
Friedensverhandlungen auf der internationalen Bühne nützen wenig, wenn gleichzeitig die Realität weiterhin von Gewalt geprägt ist: In einer erneuten Eskalation hat das russische Militär Kiew mit nächtlichen Luftangriffen attackiert. Laut Berichten örtlicher Medien wurden die Hauptstadt der Ukraine von Hyperschallraketen und Drohnen getroffen; in verschiedenen Stadtteilen folgten Explosionen und Stromausfälle. Bislang sind mindestens sechs Menschen verletzt worden. Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko teilte mit, dass Wohngebäude in Flammen aufgingen und ein 22-stöckiges Hochhaus evakuiert werden musste.
Das ukrainische Energieministerium sowie das Portal "The Kyiv Independent" sprachen von einem „massiven kombinierten Angriff“ auf die Energieinfrastruktur des Landes. Die Warnungen vor den aus Russland gestarteten Luftangriffen ergingen landesweit, nachdem russische Kampfflugzeuge von ihren Stützpunkten aufgestiegen waren. Die Ukraine verteidigt sich seit Februar 2022 gegen diese großangelegte Invasion – ein Kampf, der maßgeblich durch Unterstützung aus dem Westen ermöglicht wird.
Während die Angriffe fortgesetzt werden, suchen die Ukraine, europäische Partner und die USA nach einem Ausweg aus dem Konflikt. Doch bleibt es unklar, wie eine längerfristig tragfähige Friedenslösung zwischen der Ukraine und Russland aussehen könnte, zumal die nächtlichen Angriffe die Unsicherheit weiter anheizen.

