Erleichterung im Milchhandel: China öffnet wieder seine Tore für deutsche Erzeugnisse
Nach einem besorgniserregenden Auftreten der Maul- und Klauenseuche in Deutschland hat die empfindliche Lieferkette von Milchprodukten eine entscheidende Entlastung erfahren. Dank intensiver Verhandlungen unter Federführung des Bundesagrarministeriums ist es erneut möglich, wärmebehandelte Milch und Milcherzeugnisse von außerhalb der Sperrzone nach China zu exportieren. Bundesminister Cem Özdemir von den Grünen betonte die Bedeutung dieser Einigung, indem er hervorhob, dass China nun wieder als einer der bedeutendsten Märkte für die deutschen Milchwaren zur Verfügung stehe.
Die Vereinbarung stellt für viele heimische Unternehmen einen notwendigen Auftrieb dar, da sie mit einer schrittweisen Rückkehr zu regulären Handelsabläufen rechnen können. Der jüngste Ausbruch der Seuche im Januar in Brandenburg hatte weltweit zu Importrestriktionen geführt, wobei nicht nur für Fleisch, sondern auch für Milcherzeugnisse ein Stopp von außerhalb der EU verhängt wurde. Innerhalb der Europäischen Union setzte man auf das Prinzip der Regionalisierung, welches den Handel von Produkten außerhalb der bedrohten Gebiete erlaubt.
Dank dieser Regelung und mit einer neu ausgehandelten Veterinärbescheinigung konnte das chinesische Hauptzollamt überzeugt werden, ihre Grenzen für bestimmte deutsche Milchprodukte wieder zu öffnen. Dies ist besonders bedeutsam, da etwa ein Viertel der deutschen Milchexporte, die nicht in die EU gehen, ihren Markt in China finden.

