Erkundung im Regenwald: Bundesumweltminister Schneider besucht Quilombola-Gemeinschaft
Auf der Weltklimakonferenz in Brasilien hat Bundesumweltminister Carsten Schneider die Gelegenheit genutzt, die traditionelle Lebensweise der Quilombola-Gemeinschaft im Amazonasgebiet zu erleben. Diese Nachfahren afrikanischer Sklaven leben auch heute in weitgehend abgeschiedenen Gebieten und pflegen ihre historischen Traditionen. Der Minister zeigte großes Interesse an ihrem harmonischen Leben mit der Natur und wurde von der lokalen Anführerin Vanuza Cardoso durch die Siedlung geführt. Diese Siedlung besteht seit Generationen und birgt historische Orte wie einen alten Weg, der einst unter Zwangsarbeit erbaut wurde.
Carsten Schneider würdigte die Quilombola und indigene Gemeinschaften für ihren Einsatz zum Schutz des Amazonas-Regenwaldes, der von immenser Bedeutung für das globale Klima ist. Während eines Überflugs über den Regenwald im Bundesstaat Pará äußerte er sich besorgt über die sichtbare Zerstörung der Natur. Große Abholzungen und Goldminen, die das Wasser kontaminieren, zeugen von einem Ausmaß der Umweltzerstörung, das selbst für den erfahrenen Politiker überwältigend war.
In Brasilien lebt etwa eine Bevölkerung von 1,3 Millionen Quilombola, von denen die Mehrheit im Nordosten ansässig ist. Erst mit der brasilianischen Verfassung von 1988 erhielten diese Gemeinschaften das offizielle Recht, ihre angestammten Gebiete zu besitzen, ein wichtiger Schritt zur Anerkennung ihrer historischen Ansprüche.

