Erkältungswelle treibt Krankenstand in die Höhe
Ein Anstieg von Erkältungserkrankungen hat im ersten Quartal den Krankenstand unter den Beschäftigten in Deutschland erheblich beeinflusst. Nach Angaben der DAK-Gesundheit verzeichneten die Beschäftigten etwa ein Viertel mehr Fehltage wegen Atemwegserkrankungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dieser Anstieg wurde weitgehend durch leichte Rückgänge in beinahe allen anderen Krankheitskategorien kompensiert.
Insgesamt lag der Krankenstand bei den DAK-Versicherten zwischen Januar und März 2025 bei 6,0 Prozent, was einem Anstieg von 0,1 Prozentpunkten im Vergleich zu 2023 entspricht. Ein Krankenstand von 6,0 Prozent deutet darauf hin, dass durchschnittlich 60 von 1.000 Beschäftigten täglich krankgeschrieben waren. Die Daten der DAK-Gesundheit, die sich auf rund 2,2 Millionen erwerbstätige Versicherte beziehen, zeigen, dass fast 40 Prozent der Beschäftigten mindestens einmal krankgeschrieben waren. Auch dies bedeutet eine leichte Zunahme im Vergleich zum Vorjahr, als es 38 Prozent waren.
Der Vorstandsvorsitzende der DAK, Andreas Storm, warnt vor einer Entwarnung. "Die Fehlzeiten der Beschäftigten sind weiterhin auf einem hohen Niveau", betonte er. "Vor dem Hintergrund der anhaltenden Wirtschaftsschwäche in Deutschland ist eine fundierte Debatte über die Ursachen der Fehlzeiten dringend erforderlich." Atemwegserkrankungen verursachten bei 100 DAK-versicherten Beschäftigten im ersten Quartal etwa 158 Fehltage, was einem Anstieg von 31 Tagen im Vergleich zu 2024 entspricht. Diese Entwicklung wird insbesondere auf Erkältungen und Bronchitis zurückgeführt. Nach den Atemwegserkrankungen folgen psychische Erkrankungen und Muskel-Skelett-Probleme.

