Erholung der Börsen: Hoffnungsschimmer durch Zollausnahmen
Anfang der Woche erlebte die globale Börsenwelt eine deutliche Entspannung, da die Anleger in der Hoffnung auf Erleichterungen in den internationalen Zollkonflikten wieder stärker auf Risikotitel setzten. Auslöser für diesen Optimismus war die kürzlich erfolgte, vorübergehende Aussetzung von US-Zöllen für einen Zeitraum von 90 Tagen. Besonders positiv aufgenommen wurde am Wochenende die Ausnahmeregelung, die für bestimmte Elektronikprodukte gilt – darunter auch solche aus China. Wenngleich die US-Regierung die zeitlich begrenzte Natur dieser Maßnahmen betonte, sorgte die Ankündigung für weltweit positive Börsenreaktionen.
Der EuroStoxx 50 profitierte von der verbesserten Stimmung und konnte mit einem Plus von 2,59 Prozent bei 4.911,39 Punkten schließen. Damit verzeichnete der Leitindex der Eurozone erstmals in diesem Jahr ein kleines Plus, nachdem er in der Vorwoche mit 4.540 Punkten den niedrigsten Stand seit August des Vorjahres erreicht hatte. Seitdem erholte er sich um mehr als 8 Prozent.
Auch außerhalb des Euroraums zeigten sich positive Entwicklungen: Der Schweizer SMI stieg um 2,31 Prozent und schloss bei 11.499,46 Punkten, während der britische FTSE 100 mit einem Gewinn von 2,14 Prozent auf 8.134,34 Punkte zulegte. Anleiheexperte Rainer Guntermann von der Commerzbank hob hervor, dass beruhigende Kommentare der US-Notenbank Fed und weitere Zollausnahmen zur verbesserten Marktstimmung beigetragen hätten. US-Notenbankerin Susan Collins bekräftigte zudem die Bereitschaft der Fed, bei Bedarf zur Stabilisierung der Finanzmärkte einzugreifen.

