Erholung an den europäischen Börsen – Positive Nachrichten für Nvidia und ASML
Die europäischen Börsen zeigten sich am Dienstag erholt von den schwächeren Kursen zu Wochenbeginn. Der EuroStoxx 50 stieg bis zur Mittagszeit um 0,26 Prozent und erreichte 5.358,39 Punkte. Abseits des Euroraums blieben die Indizes, wie der Schweizer SMI und der britische FTSE 100, nahezu unverändert.
Marktexperten wie Andreas Lipkow betonten, dass die Investoren mit Spannung auf den Beginn der US-Berichtssaison warten und die bevorstehenden US-Verbraucherpreise im Fokus stehen. Diese Preise gelten als wichtiger Indikator für die Zinspolitik der US-Notenbank. Im Bereich des Zollstreits gibt es jedoch vorsichtigen Optimismus.
Jürgen Molnar vom Broker RoboMarkets erwähnte, dass die jüngsten Verhandlungen zwischen den USA und China es Nvidia ermöglicht haben, seine Grafikchips des Typs H20 wieder nach China zu verkaufen, was Hoffnungen für weitere Fortschritte schürt. Besonders profitierten die exportorientierten Auto- und Technologiebranchen von diesen Entwicklungen. ASML verzeichnete ein Plus von 2,6 Prozent, beflügelt durch die positiven Nachrichten rund um Nvidia.
Auf der anderen Seite der Rangliste standen die Telekommunikationswerte. So spürte etwa Ericsson im zweiten Quartal die Auswirkungen des schwachen Dollars, was die Aktie um 2,6 Prozent sinken ließ, auch mangels klarer Aussagen zu den Folgen der US-Zölle, wie Analysten von Bernstein Research bemängelten.
Einen Führungswechsel gab es bei Rio Tinto, der allerdings ohne Einfluss auf den Aktienkurs blieb. Simon Trott, Leiter des Eisenerzgeschäfts, wurde als neuer Vorstandsvorsitzender ernannt, was JPMorgan-Analysten als Zeichen für Kontinuität sehen.
Eine deutliche Kursbewegung zeigte sich bei DocMorris. Deutsche Patienten können elektronische Rezepte auch während der Umstellungsphase zur neuen Infrastruktur bei den Online-Apotheken DocMorris und Redcare Pharmacy einlösen, was die DocMorris-Aktie um 7,3 Prozent ansteigen ließ und auch die Redcare-Werte in den Fokus rückte.

