Ergonomie und Innovation: Der Triumph der Heißluftfritteusen

In deutschen Küchen erfreut sich ein weiteres Gerät wachsender Beliebtheit: Der Airfryer, auch Heißluftfritteuse genannt, hat sich in den letzten Jahren von einem Nischenprodukt zu einem massentauglichen Phänomen entwickelt. Im Jahr 2025 wurden 5,8 Millionen Einheiten verkauft, während es 2019 erst 1,3 Millionen waren, wie der Marktforscher NIQ berichtet. Der Airfryer, der auf heiße Luft statt Öl setzt, gilt als modern und entspricht dem Wunsch vieler Verbraucher nach schneller, einfacher und gesunder Zubereitung.
Airfryer finden nicht nur im Elektronikfachmarkt reißenden Absatz. Insbesondere MediaMarktSaturn verzeichnete eine Zunahme der Verkaufszahlen um über 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Gleichzeitig stehen Airfryer-Kochbücher in Buchhandlungen hoch im Kurs, und auf Social-Media-Plattformen wie Instagram zeigen zufriedene Nutzer ihre knusprigen Gerichte.
Lebensmittelketten wie Rewe reagieren auf diesen Trend, indem sie speziell für den Airfryer geeignete Produkte anbieten. Von Pommes bis zu Lasagne reicht das Sortiment, und selbst bekannte Marken wie Barilla, Maggi und Knorr springen auf den Zug auf. Laut YouGov betrug der Umsatz mit Airfryer-Produkten zuletzt 18 Millionen Euro.
Die Airfryer erfreuen sich der wachsenden Aufmerksamkeit gesundheitsbewusster Verbraucher. Sie frittieren fettarmer und bieten für viele eine praktische Alternative zur klassischen Fritteuse. Branchenexperten und Verbraucher bestätigen diesen Trend, doch es gibt auch skeptische Stimmen. Andreas Baetzgen, Marketing-Experte, zweifelt an der langfristigen Notwendigkeit des Airfryers und sieht das Gerät vor allem als modisches Küchengadget.
Stiftung Warentest lobte kürzlich einige Modelle für ihre energieeffiziente und schnelle Arbeitsweise. Zwar sind die mit Heißluft zubereiteten Pommes trockener als herkömmliche, doch liegt ihr Vorteil in der geringeren Fettaufnahme. Das Schadstoffpotenzial ist im Vergleich zu herkömmlichen Fritteusen deutlich reduziert. Mit einer wachsenden Verbreitung in 42 Prozent der Haushalte im Jahr 2025 und einer stabilen Nachfrage könnte der Airfryer noch länger ein fester Bestandteil deutscher Küchen bleiben.

