Erfolgreiche Pilotphase in Baden-Württemberg: HÄPPI kann die hausärztliche Versorgung revolutionieren!

14. März 2025, 15:39 Uhr · Quelle: LifePR
Die Pilotphase des HÄPPI-Konzepts in Baden-Württemberg zeigt vielversprechende Ergebnisse zur Verbesserung der hausärztlichen Versorgung, indem es die Praxen entlastet und die Patientenzufriedenheit steigert. HÄPPI könnte als wichtige Grundlage für künftige Strukturreformen dienen.

Stuttgart, 14.03.2025 (lifePR) - Die hausärztliche Versorgung steht vor großen Herausforderungen: Immer weniger Hausärzt:innen treffen auf eine wachsende Zahl an Patient:innen mit steigendem Versorgungsbedarf. Viele Praxen stehen deshalb unter großem Druck, während immer mehr Menschen Schwierigkeiten haben, eine Hausarztpraxis zu finden. In Baden-Württemberg wurde nun bundesweit erstmalig das Versorgungskonzept HÄPPI erprobt. HÄPPI ist ein Versorgungskonzept für Hausarztpraxen, dass eine wohnortnahe, zukunftsfähige hausärztliche Versorgung für die Menschen sicherstellen soll. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie wurden auf dem 23. Baden-Württembergischen Hausärztinnen- und Hausärztetag in Stuttgart präsentiert.

„Die Pilotierung und deren wissenschaftliche Begleitung haben gezeigt, dass wir mit HÄPPI (Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung Interprofessionell) ein Konzept haben, das die Versorgungskrise im hausärztlichen Bereich lösen kann. Diese Chance müssen wir jetzt schnell nutzen“, erklären die Co-Vorsitzenden des Hausärztinnen- und Hausärzteverbands Baden-Württemberg, Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth und Dr. Susanne Bublitz.

Der Hausärztinnen- und Hausärzteverband Baden-Württemberg (HÄVBW) hat mit den Vertragspartnern der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) (AOK und MEDI Baden-Württemberg) vom 1. Juli 2024 bis 31. Dezember 2024 das erste Pilotprojekt umgesetzt. Zehn Praxen wurden auf HÄPPI umgestellt und dabei wissenschaftlich von der Universität Heidelberg begleitet. Das Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg fördert das Projekt im Rahmen des Kabinettsausschusses Ländlicher Raum.

Die Begleitstudie des Pilotprojektes zeigt folgende Ergebnisse

  1. HÄPPI für jede Praxis:Jede Praxis, unabhängig von Größe und Struktur, kann erfolgreich auf HÄPPI werden. Patient:innen unterstützen diesen Wandel aktiv.
  2. HÄPPI erfordert Changemanagement:Die Umstellung betrifft alle Ebenen und das gesamte Team. Ein wirtschaftlicher Rahmen ist dafür unerlässlich.
  3. HÄPPI stärkt die Versorgung:Praxen können mehr Patient:innen bei gleichbleibender Qualität versorgen. HÄPPI bietet eine Lösung gegen den Hausärztemangel.
Ergebnispräsentation der Universität Heidelberg

Prof. Dr. Nicola Buhlinger-Göpfarth betont: „Mit dieser bundesweit ersten Pilotierung ging es uns darum, die Machbarkeit und die Skalierbarkeit von HÄPPI zu untersuchen. Im Gegensatz zu vielen Leuchtturmprojekten, die es niemals in die Fläche schaffen werden, geht HÄPPI einen anderen Weg. Die bewährten Praxisstrukturen werden gestärkt und transformiert, um so flächendeckend den Herausforderungen des Hausärztemangels begegnen zu können und die Versorgung zu sichern. In der Pilotierung konnten wir zeigen, dass HÄPPI in Praxen aller Größen und Strukturen umsetzbar ist. Das heißt, wenn die Rahmenbedingungen stimmen, ist HÄPPI flächendeckend umsetzbar.“

Dr. Susanne Bublitz ergänzt: „Ein besonderes Augenmerk lag in der Erprobung darauf, was die Praxen brauchen, um HÄPPI werden zu können. Es wurde deutlich, dass die Transformation zu HÄPPI für die Praxisteams kein Selbstläufer ist, sondern Change-Prozesse auf allen Ebenen der Praxisorganisation erfordert. Besonders in der Prozessoptimierung sind personelle und wirtschaftliche Ressourcen nötig, die sich jedoch lohnen, da sie schließlich für die Praxen zur Entlastung führen. Dieser initiale Aufwand muss bei der Implementierung abgebildet werden und wir müssen Angebote schaffen, die den Praxen die Transformation ermöglichen. Hier ist ganz ausdrücklich auch die Unterstützung der Kassen und der Politik gefragt.“ Gemeinsam mit den HZV-Vertragspartnern werde man nun Wege suchen, wie HÄPPI im gemeinsamen Vertrag umgesetzt werden kann.

Das Pilotprojekt wurde im Rahmen des gemeinsamen HZV-Vertrags der AOK Baden-Württemberg umgesetzt, der Vorstandsvorsitzende der AOK Baden-Württemberg Johannes Bauernfeind betont: „Die ersten Ergebnisse weisen in die richtige Richtung. Hausärztinnen und Hausärzte müssen künftig mehr entlastet werden und eher die komplexeren Fälle versorgen. Das HÄPPI-Konzept kann für die Zukunft der primärärztlichen Versorgung ein zentraler Baustein sein und die dringend notwendigen Strukturreformen für eine koordinierte sektorenunabhängige Versorgung unterstützen. Dazu zählen die HÄPPI-Elemente Delegation, Steuerung, Digitalisierung und Patientenzentrierung. Die gewonnenen Erkenntnisse zu HÄPPI wollen wir nun mit den Vertragspartnern konzeptionell aufbereiten und abstimmen, wie wir sie sukzessive in die Fläche bringen können.“

Über HÄPPI

Das HÄPPI-Konzept (Hausärztliches Primärversorgungszentrum – Patientenversorgung Interprofessionell) soll die hausärztliche Versorgung langfristig stabilisieren und modernisieren. Hierfür setzt das Konzept auf multiprofessionelle Versorgung unter hausärztlicher Supervision, die Fokussierung auf die Bedürfnisse der Patientinnen und Patienten durch eine strukturierte Erfassung der Patientensicht über Patient-Reported-Outcomes (PROs) bzw. Patient-Reported-Experiences (PREs) sowie auf die verstärkte Nutzung digitaler Tools, um das Praxismanagement effizienter zu gestalten. Auch die Versorgungssteuerung ist ein wesentliches Merkmal von HÄPPI, weshalb das Konzept auf die erfolgreichen Strukturen der Hausarztzentrierten Versorgung (HZV) aufbaut, in der die Hausarztpraxis die Koordination der Versorgung übernimmt, wodurch Unter-, Über- und Fehlversorgung verhindert werden.

Weitere Informationen zum HÄPPI-Konzept:www.haev.de/haeppi

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