Erfolg für Amneal: Zulassung für Generikum gegen Narkolepsie in den USA
Amneal Pharmaceuticals konnte im Nachmittagshandel einen Kursanstieg von 4,7 % verzeichnen. Grund für den Optimismus an der Börse ist die Zulassung durch die US-amerikanische Lebensmittelüberwachungs- und Arzneimittelbehörde (FDA) für ein generisches Narkolepsie-Medikament, die Natriumoxybat-Orallösung.
Dieses Arzneimittel, dessen Zulassung über ein verkürztes Verfahren unter Bezugnahme auf das Markenmedikament Xyrem® von Jazz Pharmaceuticals erfolgte, wirkt als zentralnervöser Beruhigungsstoff. Es dient der Behandlung von Kataplexie oder übermäßiger Tagesschläfrigkeit bei Narkolepsie-Patienten. Bisher hatte Amneal das Generikum in überschaubarem Umfang angeboten; die nun erteilte umfassende Freigabe eröffnet dem Unternehmen jedoch eine neue Chance, eine erschwinglichere Alternative für rund 150.000 Betroffene in den USA bereitzustellen und seine Position in einem überwiegend monopolisierten Markt zu stärken.
Nach einem anfänglichen Sprung fiel der Aktienkurs zurück auf $10,18, was immer noch einem Plus von 3,6 % gegenüber dem Vortag entspricht.
Amneals Aktien sind bekanntlich wenig volatil, mit nur acht Bewegungen über 5 % im letzten Jahr. Nichtsdestotrotz scheint der Markt diese Neuigkeiten als signifikant einzustufen, auch wenn sie vermutlich nicht die grundlegende Einschätzung des Unternehmens verändern werden.
Vor 29 Tagen berichteten wir über einen Anstieg von 3,2 %, hervorgerufen durch die allgemeinen Marktentwicklungen und die Erwartung einer Leitzinssenkung durch die US-Notenbank. Niedrigere Zinsen fördern typischerweise wachstumsorientierte Sektoren wie den Gesundheitssektor, da sie die Kosten für Forschung und Innovation senken und den Gegenwartswert künftiger Gewinne erhöhen.
Amneal verzeichnet seit Jahresbeginn einen Anstieg um 31,1 % und hat mit $10,18 je Aktie ein neues 52-Wochen-Hoch erreicht. Anleger, die vor fünf Jahren für $1.000 in Amneal-Aktien investiert haben, könnten heute einen Wert von $2,772 ihr Eigen nennen.

