Energiestrategie: Griechenland im Mittelpunkt der US-EU Erdgasoffensive
Die Vereinigten Staaten setzen verstärkt auf Griechenland als strategischen Partner für den Ausbau ihrer Erdgasexporte nach Europa. Bei einem Besuch in einem Flüssiggas-Terminal nahe Athen betonte Doug Burgum, ein führender Energieberater der US-Regierung, die Bedeutung des griechischen Pipeline-Systems, das sich bis in die Ukraine erstreckt.
Burgum, ein Vertreter der Trump-Administration, hob während Gesprächen mit dem griechischen Premierminister Kyriakos Mitsotakis hervor, dass die Energieüberfluss-Strategie der USA darauf abziele, verbündeten Ländern Energie zu liefern, damit diese nicht auf potenziell unzuverlässige Lieferanten angewiesen sind. Insbesondere Griechenland könne hier eine Schlüsselrolle bei der Energiesicherheit in Osteuropa einnehmen.
Mehr als die Hälfte der Flüssiggasimporte der EU stammen mittlerweile aus den USA. Seit Russlands Einmarsch in die Ukraine im Jahr 2022 kommt es zu einem deutlichen Anstieg dieser Importe. Ein kürzlich geschlossener Handelsvertrag zwischen der EU und den USA sieht eine weitere Steigerung der Flüssiggaslieferungen vor.
Zusätzlich zur strategischen Partnerschaft mit Griechenland hat der US-Energieriese Chevron in Kooperation mit Helleniq Energy ein Angebot zur Erkundung von Offshore-Gasreserven vor der griechischen Küste abgegeben. Diese strategische Initiative hat jedoch auch kritische Stimmen hervorgerufen, insbesondere aus Libyen, das sich in seinen maritimen Interessen verletzt sieht.

