Empörung um rassistische Social-Media-Inhalte von Trump: Entschuldigung bleibt aus
US-Präsident Donald Trump sieht keinen Grund, sich für einen kontroversen Beitrag auf seinem Social-Media-Account zu entschuldigen. Obwohl der Post mittlerweile gelöscht wurde, hat das darin enthaltene Video, das den ehemaligen Präsidenten Barack Obama und seine Frau Michelle auf abfällige Weise darstellt, zu erheblicher Entrüstung geführt. Senator Tim Scott, ein prominentes schwarzes Mitglied der Republikaner, bezeichnete den Vorfall als den bisher 'rassistischsten' aus der Trump-Administration. Dennoch bleibt Trump unnachgiebig und erklärte am Freitag in der Air Force One, dass er der 'am wenigsten rassistische Präsident' sei.
Dies steht im Kontrast zu mehreren Gelegenheiten, bei denen er in der Vergangenheit mit rassistischen Kommentaren Schlagzeilen machte. Einige bemerkenswerte Beispiele solcher Vorfälle stehen in der Historie Trumps: Im Dezember 2025 bezeichnete er etwa Menschen aus Somalia als 'Müll' und äußerte sich ablehnend darüber, dass diese in die USA einreisen. Auch die schwarze Abgeordnete Ilhan Omar war wiederholt Ziel seiner Angriffe. Im September 2024 beschuldigte Trump Migranten in einem TV-Duell mit Kamala Harris skandalöserweise des Konsums von Haustieren, ohne jeglichen Beweis für diese Behauptung. Auch Harris selbst wurde im Juli 2024 von ihm mit einer irritierenden Aussage konfrontiert, in der er ihre ethnische Identität in Frage stellte.
In Bezug auf den jüngsten Social-Media-Post erklärte Trump, er habe nur den Beginn des umstrittenen Videos gesehen. Die Antwort auf die Frage, ob er den rassistischen Inhalt des Videos verurteile, fiel knapp aus: 'Natürlich tue ich das.' Das Weiße Haus hatte ursprünglich versucht, den Beitrag zu rechtfertigen, bevor es später auf das Fehlverhalten eines Mitarbeiters geschoben wurde, welcher den Beitrag fälschlicherweise veröffentlichte.

