Embraer im Höhenflug: E-Zertifizierung für 2026 im Visier
Der brasilianische Flugzeughersteller Embraer steht vor bahnbrechenden Entwicklungen in der Luftfahrt. Der neue Präsident der brasilianischen Luftfahrtaufsichtsbehörde ANAC, Tiago Faierstein, äußerte seine Hoffnung, dass die Zulassung von Embraers elektrischem Flugzeug bereits 2026 erfolgen könnte – ein Jahr früher als ursprünglich geplant.
Die Embraer-Tochter Eve entwickelt elektrisch betriebene Flugzeuge, die senkrecht starten und landen können, ein zukunftsträchtiges Segment, das weltweit an Bedeutung gewinnt. Mit fast 3.000 potenziellen Bestellungen erwartet Eve, dass ihre "fliegenden Taxis" 2027 in den Dienst gestellt werden können, obwohl Faierstein an einer Zertifizierung für 2026 arbeitet.
Der regulatorische Fokus liegt auf der Zulassung, während Embraer parallel die notwendige Infrastruktur wie Vertiports und Stromversorgungsnetze entwickelt. Der ANAC-Präsident betont die Relevanz der technischen Reife für den Zertifizierungsprozess.
Eve hat Vorverkäufe von 28 Kunden aus neun Ländern. Die Behörde muss nun internationale Standards schaffen, um den grenzüberschreitenden Betrieb zu ermöglichen.
Der Datenaustausch mit internationalen Partnern und der ICAO soll die Harmonisierung der Vorschriften vorantreiben. Eve, seit 2022 an der New Yorker Börse gelistet, erhielt kürzlich Investitionen von Brasiliens Entwicklungsbank BNDES und großen Partnern wie United Airlines und BAE Systems. Diese Kapitalzuflüsse unterstreichen das Vertrauen in die Zukunft der eVTOL-Innovation.

