Elternsein im Fokus: Umwelt- und Klimasorgen geraten in den Hintergrund
Eine aktuelle Studie der Universität Oldenburg, in Zusammenarbeit mit dem Trinity College Dublin, offenbart überraschende Erkenntnisse über die Umwelt- und Klimasorgen von Eltern. Die Untersuchung zeigt, dass die Geburt eines Kindes insgesamt nur einen geringen Einfluss auf die diesbezüglichen Bedenken der Eltern hat. Entgegen der weit verbreiteten Ansicht, die Sorge um eine sichere Zukunft für den Nachwuchs würde die ökologische Achtsamkeit der Eltern intensivieren, lässt sich dies nicht pauschal bestätigen.
Soziologin Gundula Zoch von der Universität Oldenburg hebt hervor, dass die Studie verdeutlicht, dass Eltern tendenziell weniger Besorgnis über Umwelt- und Klimaangelegenheiten direkt rund um die Geburt eines Kindes äußern. Der Grund hierfür liegt in den neuen Alltagsanforderungen und Prioritäten, die das Leben mit einem Neugeborenen mit sich bringt, wodurch andere Themen in den Hintergrund rücken.
Allerdings, so zeigt die Untersuchung, erreichen die Umwelt- und Klimasorgen wieder das Vor-Geburts-Niveau, sobald die Kinder das Schulalter erreichen. Die langjährige Datenauswertung stützt sich auf Umfragen des Sozio-oekonomischen Panels, das seit 1984 jährlich dieselben Personen in Deutschland befragt. Diese Datenbasis erlaubt es den Forschern, solide Rückschlüsse auf langfristige Entwicklungen zu ziehen.

