Malaysia zieht gegen Elon Musks xAI und Plattform X vor Gericht
Malaysia hat angekündigt, rechtliche Schritte gegen die Plattform X und das Unternehmen xAI, beide im Besitz von Techmagnat Elon Musk, wegen des KI-Chatbots Grok einzuleiten. Grund dafür sind von Grok generierte sexualisierte Bilder, die Nutzende nicht ausreichend schützen und gegen malaysisches Recht verstoßen. Die malaysische Kommunikations- und Multimedia-Kommission (MCMC) teilte mit, dass Anwälte bereits beauftragt wurden und ein Gerichtsverfahren bevorsteht. Bereits am letzten Sonntag hat Malaysia den umstrittenen Chatbot verboten. Dieser wurde wiederholt zur Erzeugung und Verbreitung schädlicher Inhalte missbraucht, einschließlich obszöner und manipuliert dargestellter Inhalte.
Indonesien, ebenfalls mit einer mehrheitlich muslimischen Bevölkerung, sperrte Grok bereits am Samstag aus ähnlichen Gründen. Beide Nationen gehen mit diesen Maßnahmen als globale Vorreiter gegen unangemessene digitale Inhalte vor. Besondere Besorgnis erregen Inhalte, die Frauen und Minderjährige betreffen. Diese müssten umgehend gelöscht werden, erklärte die MCMC und kritisierte die fehlende Reaktion von X Corp und xAI auf entsprechende Aufforderungen am 3. und 8. Januar. Das malaysische Gremium ist der Meinung, dass diese Unternehmen haftbar bleiben könnten, selbst wenn die problematischen Inhalte von Nutzendenseite entstanden sind, da sie die Kontrolle über den Chatbot besitzen. Anderenorts zieht der KI-Bot ebenfalls Reaktionen nach sich. Beispielsweise untersucht die britische Ofcom derzeit offiziell von Grok erzeugte Bilder. Auch innerhalb der EU steht Musks Unternehmen zunehmend unter Druck aufgrund dieser Vorfälle.

