Investmentweek

Elon Musk scheitert mit Übernahmeangebot für OpenAI

17. Februar 2025, 16:00 Uhr · Quelle: InvestmentWeek
OpenAI lehnt ein Übernahmeangebot von fast 100 Milliarden Dollar durch eine Investorengruppe um Elon Musk ab.

Musk gegen OpenAI – ein gescheitertes Comeback

Es ist ein Angebot, das die Tech-Welt aufhorchen ließ: Eine von Elon Musk angeführte Investorengruppe wollte OpenAI für 97,4 Milliarden US-Dollar übernehmen. Doch das KI-Unternehmen, das hinter ChatGPT steht, machte sofort deutlich:

„OpenAI steht nicht zum Verkauf.“

Sam Altman, CEO von OpenAI, erklärte auf Musks eigener Plattform X, dass das Board die Offerte einstimmig zurückgewiesen habe. Musk, der 2015 als Mitgründer von OpenAI auftrat, hatte sich später mit Altman überworfen und 2018 das Unternehmen verlassen. Nun wollte er offenbar zurück – und mit einem Milliardenangebot Kontrolle über das wichtigste KI-Start-up der Welt gewinnen.

Ein Machtkampf mit juristischer Vorgeschichte

Musks Übernahmeversuch kommt nicht aus dem Nichts. Der Tesla- und SpaceX-Chef führt bereits einen Rechtsstreit gegen OpenAI, in dem er behauptet, dass die ursprüngliche Nonprofit-Struktur des Unternehmens unterlaufen worden sei.

Seine Klage argumentiert, dass OpenAI bei seinem Ausstieg eine unabhängige, gemeinnützige Organisation bleiben wollte, sich aber durch das Investment von Microsoft in ein gewinnorientiertes Unternehmen verwandelt habe.

Altman hingegen verteidigt die Umstrukturierung:

„KI-Entwicklung ist teuer, und ohne Kapital von Investoren wie Microsoft könnten wir die Technologie nicht in diesem Tempo vorantreiben.“

Kritiker werfen OpenAI jedoch vor, dass es sich damit von seinem ursprünglichen Ziel entfernt habe, Künstliche Intelligenz zum Wohl der Menschheit zu entwickeln.

Machtkampf um Künstliche Intelligenz: Während OpenAI enger mit Microsoft zusammenarbeitet, versucht Musk, die ursprüngliche Nonprofit-Vision des Unternehmens vor Gericht wiederherzustellen.

Microsoft als entscheidender Akteur

Musk ist nicht der einzige Tech-Titan mit Ambitionen auf OpenAI. Microsoft ist bereits mit einer Investition von über 13 Milliarden US-Dollar der größte Kapitalgeber und hat OpenAIs Technologie tief in seine eigenen Produkte integriert – von der Azure-Cloud bis zur Bing-Suche.

Mit Musks Übernahmeangebot steht auch Microsoft vor einer schwierigen Entscheidung. Sollte OpenAI die Nonprofit-Struktur auflösen, wird erwartet, dass Microsoft eine größere Beteiligung erhält – möglicherweise bis zu 25 % am Unternehmen.

Das Angebot von Musk könnte nun den Wert dieser Anteile beeinflussen, da es eine neue Messlatte für die Bewertung von OpenAI gesetzt hat.

Welche Folgen hätte eine Übernahme durch Musk?

Eine vollständige Übernahme durch Musk hätte OpenAI in eine völlig neue Richtung lenken können. Mögliche Folgen wären:

Verstärkter Fokus auf Open-Source: Musk hatte OpenAIs Entscheidung kritisiert, die KI-Modelle zunehmend unter Verschluss zu halten. Seine eigene Firma xAI setzt dagegen auf transparente, quelloffene Modelle, um der Konkurrenz von Google und Microsoft entgegenzuwirken.

Geringere Kommerzialisierung: Musk ist ein Verfechter der Idee, dass KI-Technologie zum Wohle aller entwickelt werden sollte – weniger mit Fokus auf Gewinne. Er hätte OpenAI möglicherweise zurück zu einer gemeinnützigen Struktur geführt.

Konflikt mit Microsoft: Eine Musk-geführte OpenAI hätte Microsoft als größten Partner wahrscheinlich verdrängt, was zu einer Neuordnung der KI-Machtverhältnisse geführt hätte.

Altman und sein Team dürften genau diese Risiken gesehen haben – und haben sich daher gegen eine Übernahme entschieden.

Warum Musk trotzdem nicht aufgibt

Musk hat bereits mit xAI eine eigene KI-Firma gegründet und den Chatbot „Grok“ als Konkurrenzprodukt zu ChatGPT entwickelt. Doch xAI hat nicht annähernd die Reichweite oder den technologischen Vorsprung von OpenAI.

Mit der gescheiterten Übernahme bleibt Musk zunächst außen vor, doch der Rechtsstreit gegen OpenAI geht weiter. Sollte Musk in den kommenden Monaten vor Gericht erfolgreich sein und OpenAIs Umwandlung in ein gewinnorientiertes Unternehmen rückgängig machen, könnte das die gesamte Branche erschüttern.

Finanzen / Unternehmen
[InvestmentWeek] · 17.02.2025 · 16:00 Uhr
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