Einigkeit des Westens: Polens Premier Tusk fordert klare Haltung gegenüber Russland
In einer eindringlichen Ansprache auf einem Sicherheitsforum in Warschau hat Polens Regierungschef Donald Tusk den Westen dazu aufgerufen, angesichts der anhaltenden russischen Aggression gegen die Ukraine Geschlossenheit zu zeigen. Mit den Worten 'Dieser Krieg ist auch unser Krieg' betonte er die globale Tragweite des Konflikts und wies darauf hin, dass Russlands Vorgehen Teil eines umfassenden politischen Plans sei, der die Unterwerfung anderer Nationen zum Ziel habe.
Tusk warnte eindringlich vor den langfristigen Konsequenzen eines möglichen Scheiterns im Konflikt mit Russland, die nicht nur die gegenwärtige, sondern auch kommende Generationen in Polen, Europa, den USA und weltweit betreffen könnten. Der Regierungschef bezeichnete den Gedanken an eine Kapitulation gegenüber Russland als ausgeschlossen und führte dies auf Schwächen wie mangelnden Willen, Zweifel und Feigheit zurück.
Angesichts der Bedrohung durch Moskau unterstrich Tusk die Rolle Polens als einen der wichtigsten politischen und militärischen Unterstützer der Ukraine. Die aktuelle Sicherheitslage wird durch einen Vorfall vor zweieinhalb Wochen verdeutlicht, bei dem zahlreiche russische Drohnen den Luftraum Polens und der NATO verletzten.
In Reaktion darauf hat die polnische Luftwaffe, zusammen mit anderen NATO-Verbündeten, erstmals einige dieser Eindringlinge erfolgreich abgefangen. US-Präsident Donald Trump hatte in der vergangenen Woche im Rahmen der UN-Vollversammlung als Reaktion auf diese Situation angedeutet, dass ein Abschuss russischer Flugzeuge gerechtfertigt sei, wenn diese unrechtmäßig in den Luftraum von NATO-Staaten eindringen sollten.

