Einfuhrpreise setzen Abwärtstrend im Jahresvergleich fort – Energie als Preistreiber im Fokus

Der Preisrückgang für nach Deutschland importierte Güter hält nun schon acht Monate in Folge an. Laut dem Statistischen Bundesamt fiel der Index der Einfuhrpreise im November um 1,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Dieser Rückgang ist der stärkste seit März 2024. Interessanterweise hatten Analysten von Bloomberg eine noch stärkere Abnahme von 2,2 Prozent erwartet.
Im Vergleich zum Oktober stiegen die Einfuhrpreise jedoch um 0,5 Prozent. Diese Entwicklung übertraf die Prognosen der Fachleute leicht und zeigt eine überraschende Stabilität monatlich gesehen. Der Rückgang im Jahresvergleich ist maßgeblich auf die sinkenden Preise für importierte Energie zurückzuführen. Hier wurde im Vergleich zum Vorjahr ein Rückgang von 15,7 Prozent verzeichnet.
Doch auch bei den Energiepreisen zeigt sich auf Monatssicht ein Aufwärtstrend mit einem Anstieg von 3,1 Prozent. Solche Einfuhrpreisentwicklungen wirken sich unmittelbar auf die Verbraucherpreise aus. Diese sind besonders für die Europäische Zentralbank (EZB) wichtig, da sie Grundlage für geldpolitische Entscheidungen sind.
Aufgrund der bevorstehenden Feiertage verzögert sich die Veröffentlichung der ersten Consumer-Price-Indikationen für Dezember und das Gesamtjahr 2025. Statt am Monatsende soll diese am 6. Januar erfolgen.

