Einbruch an der Wall Street: Gewinnserie gerissen
An der Wall Street ist die Gewinnserie am Mittwoch abrupt ins Stocken geraten. Eine Mischung aus schwachen Wirtschaftsdaten und der unerwartet negativen Resonanz auf zahlreiche Quartalsberichte dämpfte den vor kurzem noch aufkeimenden Optimismus der Anleger.
So verlor der Dow Jones Industrial nach sechs aufeinanderfolgenden positiven Handelstagen 1,41 Prozent und fiel auf 39.954,41 Punkte zurück, womit er wieder unter die symbolische 40.000er Marke rutschte. Auch der marktbreite S&P 500 hatte im frühen Handel mit einem Minus von 1,82 Prozent nun einen Stand von 5.459,86 Zählern zu verzeichnen. Besonders stark waren die Verluste im Technologiebereich zu spüren.
Ein Bericht über mögliche neue Restriktionen der US-Regierung bei den Chip-Exportbestimmungen belastete insbesondere den Bereich der Künstlichen Intelligenz, was Aktien von Unternehmen wie Nvidia zusätzlich unter Druck setzte. Der Nasdaq 100 fiel daraufhin um deutliche 2,24 Prozent auf 19.108,03 Zähler.
Die US-Privatwirtschaft hat im April bedeutend weniger Arbeitsplätze geschaffen, als erwartet, und das Bruttoinlandsprodukt verzeichnete im ersten Quartal einen Rückgang. Marktbeobachter Thomas Gitzel von der VP Bank sieht dies als wenig vorteilhaften Start für den neuen US-Präsidenten Donald Trump, insbesondere vor dem Hintergrund der andauernden und kontrovers diskutierten Zolldebatte. Er wies auf die wachsenden Rezessionsängste hin und bemerkte, "Ob es dazu kommt, bleibt noch abzuwarten. Was sich jedoch ableiten lässt, ist eine empfindliche Abkühlung der Wirtschaft."

