Ein schwebendes Geschäft zwischen TikTok und Elon Musk: Präsident Trump zeigt Interesse
Die jüngsten Entwicklungen rund um die Zukunft der Social-Media-Plattform TikTok in den USA rufen starke Resonanz hervor. US-Präsident Donald Trump äußerte sich kürzlich offen darüber, dass er Elon Musk, den milliardenschweren CEO von Tesla, als potenziellen Käufer sieht, sollten seine Pläne in diese Richtung gehen.
Vor dem Hintergrund, dass die beliebte Video-App, deren Dienste rund 170 Millionen Amerikaner nutzen, vorübergehend offline genommen wurde, bleibt der Druck auf TikToks Muttergesellschaft ByteDance bestehen, einen Verkauf abzuwickeln oder einem Verbot entgegenzusehen. Diese Maßnahmen ergeben sich aus den nationalen Sicherheitsbedenken der USA, die ursprünglich am Sonntag in Kraft hätten treten sollen.
Interessanterweise berichtete Bloomberg News, dass erste Gespräche mit chinesischen Funktionären über den möglichen Verkauf der US-Geschäfte von TikTok an Musk stattfinden. ByteDance hat diese Berichte jedoch zurückgewiesen. Trump hat kürzlich per Dekret eine 75-tägige Fristverlängerung zur Umsetzung des Verkaufs gesetzt, nachdem Bedenken über den möglichen Missbrauch amerikanischer Nutzerdaten geäußert wurden.
Auf die Frage, ob er den Erwerb durch Musk unterstütze, bestätigte Trump: "Ich wäre es, wenn er kaufen wollte." Trotz dieser Diskussionen bleibt TikTok weiterhin nicht in den US-App-Stores von Apple und Android verfügbar.
Kritiker einer solchen Veräußerung, die für die freie Meinungsäußerung eintreten, äußern sich ablehnend über das durch den US-Kongress verabschiedete und von Joe Biden unterzeichnete Gesetz. TikTok selbst betont, dass ihre Server für Datenempfehlungen und -speicherung von Oracle gehostet und die Inhalte für US-Nutzer auch vor Ort moderiert werden.
Unterdessen prangerte auch Elon Musk das "unausgeglichene" wirtschaftliche Umfeld zwischen den USA und China an und äußerte Bedenken über den eingeschränkten Marktzugang von amerikanischen Plattformen in China. Musk, der selbst beträchtliche Summen zur Unterstützung von Trumps Wahlkampagne investierte, sprach sich gegen ein TikTok-Verbot aus, da es die Rede- und Meinungsfreiheit einschränken könnte.

