Ein fragiler Frieden: Waffenruhe zwischen Israel und Iran tritt in Kraft
Die international mit Spannung erwartete Waffenruhe zwischen Israel und Iran hat begonnen – ein diplomatischer Schachzug, der vom ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump orchestriert wurde. In einer Mitteilung auf Truth Social verkündete Trump den Beginn des Waffenstillstands mit der dringlichen Aufforderung an beide Parteien, diesen nicht zu brechen. Die Nachricht fand kurz darauf sowohl von der iranischen Rundfunkanstalt als auch der israelischen Regierung Bestätigung.
Der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu informierte seine Regierung, dass Israel seine Kriegsziele erreicht habe und sogar darüber hinausgegangen sei. Angesichts dieses Erfolgs stimmte er Trumps Vorschlag zur Waffenruhe zu. Diese Entscheidung folgte auf intensive Raketenangriffe seitens der iranischen Revolutionsgarden, die mit fatalen Folgen in Beerscheva einhergingen.
Während israelische Angriffen im Iran mindestens neun Todesopfer forderten, zielt die Waffenruhe darauf ab, weiteren Schaden zu verhindern. Die jeweilige Seite verpflichtet sich, abwechselnd über zwölf Stunden die Waffen schweigen zu lassen, bevor die Feindseligkeiten offiziell enden sollen. Doch ob dies tatsächlich das langersehnte Ende des Konflikts bedeutet, bleibt abzuwarten.
Indes unterstrich Trump den symbolischen Charakter dieses Waffenstillstands. In seinen Aussagen deutete er die erfolgreiche Vermittlung Katars an und nannte den Konflikt erstmals "Zwölftagekrieg". Dieser könnte, seiner Sichtweise zufolge, als weiterer Meilenstein in der Geschichte der Nahost-Konflikte angesehen werden.
Sollte der Waffenstillstand Bestand haben, wäre dies ein diplomatischer Sieg für Trump. Mit seinen Bemühungen verhinderte er bisher, dass der Iran womöglich Atomwaffen entwickelt, ein Ziel, das Washington und seine Verbündeten seit Langem verfolgen.
Die israelische Offensive gegen das iranische Atomprogramm führte zu massiven Angriffen, die nicht ohne Folgen blieben. Während Israel die Gefahr als eingedämmt ansieht, mag die Waffenruhe die angespannte politische Lage in Teheran stabilisieren und Ajatollah Ali Chameneis Macht positionieren.

