Eilmeldung: Vorstoß Deutschlands für rasche Lösung im EU-USA-Zollstreit
Der Druck im transatlantischen Zollstreit nimmt zu, und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil macht Tempo. Nach einem Treffen mit EU-Kommissar Stéphane Séjourné, der für Wohlstand und Industriestrategien verantwortlich ist, äußerte sich Klingbeil zuversichtlich, dass in den kommenden Tagen Fortschritte erzielt werden können. "Ein schnelles Ergebnis ist unser Ziel", betonte der SPD-Politiker und unterstrich damit das Bestreben der Bundesregierung, zu einer raschen Einigung mit den USA zu gelangen.
Kompliziert wird die Lage durch die Ankündigung von US-Präsident Donald Trump: Überraschend drohte er der EU mit Strafzöllen von 50 Prozent ab dem 1. Juni, verschob diese jedoch zunächst um einen Monat. Das neue Ziel ist der 9. Juli, der das Ende eines bereits im April festgesetzten Aufschubs markiert. Damals setzte Trump neue Strafzölle für 90 Tage aus, um den unruhigen Finanzmärkten eine Atempause zu verschaffen.
Bereits jetzt gelten erhöhte Importgebühren für verschiedene Warenkategorien, darunter Stahl, Aluminium und Autos aus der EU mit einem Zollsatz von 25 Prozent sowie zehn Prozent auf sämtliche Importprodukte. Angesichts dieser erdrückenden Handelshemmnisse wird der Ausgang der Verhandlungen sowohl für die Märkte als auch für die diplomatischen Beziehungen entscheidend sein.

