Ehemalige Google X-Wissenschaftler präsentieren KI-App „TwinMind“ als persönliches Gedächtnis
Drei innovative Köpfe aus der ideenreichen Welt von Google X haben sich zusammengetan, um mit ihrer neu gegründeten Firma TwinMind das Konzept eines virtuellen „zweiten Gehirns“ auf die nächste Ebene zu heben – gänzlich ohne futuristische Eingriffe. Die auf Künstlicher Intelligenz basierende App erfasst im Hintergrund gesprochene Worte, um dadurch eine persönliche Wissensdatenbank aufzubauen. Nach einer erfolgreichen Seed-Finanzierungsrunde über 5,7 Millionen US-Dollar, an der auch bekannte Größen wie Sequoia Capital teilnahmen, steht die App nun zum Download auf Android- und iPhone-Geräten bereit.
Gegründet im März 2024 von CEO Daniel George sowie den ehemaligen Kollegen Sunny Tang und Mahi Karim, zeichnet sich TwinMind durch die passive Erfassung von Umgebungsgesprächen aus – selbstverständlich nur mit Erlaubnis der Nutzer. Hierbei verwandelt die App gesprochene Gedanken in strukturierte Notizen und Aufgaben und bietet Übersetzungen in über 100 Sprachen an. Auch offline sowie kontinuierlich über 16 Stunden hinweg ist das energieeffiziente Aufzeichnen möglich.
Im Gegensatz zu Konkurrenzprodukten integriert TwinMind eine native App für iOS, die diskret im Hintergrund arbeitet, ohne auf cloudbasierte Datenverarbeitung angewiesen zu sein. Diese innovative Lösung ermöglicht es, wichtige Informationen passiv während des gesamten Tages zu sammeln und gewährleistet gleichzeitig den Schutz der Privatsphäre, da keine Aufnahmen in der Cloud gespeichert werden.
Zurückzuführen ist die Entstehung von TwinMind auf Georges frühere Erfahrungen sowohl bei Google X als auch als Vice President bei JPMorgan, wo er bemerkte, wie hilfreich eine umfassende Kontextverarbeitung während zahlreicher Meetings sein kann. Ergänzt wird das Angebot durch eine Chrome-Erweiterung, die zusätzliche Kontexte durch Visions-KI und Browseraktivitäten liefert und bisher etwa 30.000 Benutzer weltweit begeistert.
Daniel Georges Vergangenheit zeigt seine beeindruckende Laufbahn: Von seiner Mitarbeit an den Nobelpreis-gekrönten LIGO-Projekten an der Universität von Illinois bis hin zur Gründung von TwinMind zieht sich ein roter Faden tiefgehender, innovativer Arbeit durch seinen Lebenslauf. Diese Erfahrung floss auch in die Entwicklung des neuen AI-Modells Ear-3 ein, das über 140 Sprachen beherrscht und zukünftig über eine API verfügbar sein wird.
Die Gründer von TwinMind sehen neben der Verbesserung der Nutzererfahrung weiterhin Wachstumspotenzial und planen den Aufbau eines Teams für Geschäftsentwicklung, um noch breitere Nutzergruppen zu erschließen.

