Eckert & Ziegler bewältigt Cyberattacke und bekräftigt Wachstumsziele
Die Eckert & Ziegler AG, ein führender Akteur im Bereich Strahlen- und Medizintechnik, ist nach einer bedeutenden Cyberattacke im Februar auf Erholungskurs. Trotz eines gleichzeitigen Auslieferungsstopps für Gallium-Generatoren zeigt sich das Unternehmen optimistisch hinsichtlich seiner Jahresziele. Die am Freitag bekräftigte Prognose sieht einen Umsatzanstieg von etwa acht Prozent bis 2025 auf voraussichtlich 320 Millionen Euro vor. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) soll gar um fast 20 Prozent auf 78 Millionen Euro steigen. Dennoch zeigten sich die Anleger zurückhaltend, woraufhin der Aktienkurs einen Rückgang verzeichnete. Im ersten Halbjahr konnte Eckert & Ziegler den Umsatz um mehr als zwei Prozent auf 148,8 Millionen Euro steigern. Der Hauptumsatzträger blieb das Geschäft mit pharmazeutischen Radioisotopen. Der bereinigte operative Gewinn stieg um neun Prozent und betrug 35,4 Millionen Euro. Der im SDax gelistete Konzern erzielte unter dem Strich einen Nettogewinn von 21,4 Millionen Euro, was einem Anstieg von rund 20 Prozent entspricht. Während der Bereich Medical, der auf radioaktive Wirkstoffe für Arzneimittel und Diagnostik spezialisiert ist, sowohl Umsatz als auch operativen Gewinn im ersten Halbjahr steigerte, verzeichnete der Geschäftsbereich Isotope Products einen Rückgang. Dies führte Eckert & Ziegler auf saisonale Verschiebungen und einen Anstieg weniger profitabler Produktanteile zurück. Am Freitag fiel der Aktienkurs des Unternehmens um über sieben Prozent auf 60,50 Euro und erreichte damit den tiefsten Stand seit Ende Mai. Trotz dieser kurzfristigen Rückgänge bleibt eine langfristige Perspektive positiv, da die Aktien seit dem Mehrjahrestief im September 2023 bereits um 140 Prozent gestiegen sind.

