Dynamik und Gegenwind: Globale Wirtschaft im Fokus
Die wirtschaftlichen Entwicklungen in verschiedenen Regionen der Welt zeigen derzeit ein facettenreiches Bild. In den Vereinigten Staaten sorgt die überraschend starke Wachstumsrate der Wirtschaft für positive Schlagzeilen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im zweiten Quartal um annualisierte 3,3 Prozent im Vergleich zum Vorquartal. Diese Zahlen übertreffen die Erstprognose von 3,0 Prozent und reflektieren die gesteigerten Investitionen der Unternehmen. Gleichzeitig vermeldet das Arbeitsministerium einen Rückgang der Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe um 5.000 auf 229.000 Anträge, was den Erwartungen der Volkswirte leicht entgegenkommt.
In der Eurozone trübt sich der Wirtschaftsoptimismus unerwartet ein. Der Economic Sentiment Indicator (ESI) fiel im August um 0,5 Punkte auf 95,2 Punkte und liegt damit weiterhin unter dem langfristigen Durchschnitt. Experten hatten gegenteilige Erwartungen. Auch das Wachstum der Geldmenge M3 fiel hinter den Prognosen zurück, wie die Europäische Zentralbank verkündete.
Schweizer Konjunkturdaten lassen auf eine Verlangsamung schließen, mit einem BIP-Anstieg von nur 0,1 Prozent im zweiten Quartal. Krisenherde belasten das globale Umfeld zusätzlich. In der Ukraine führten massive russische Luftangriffe zu zahlreichen Opfern. Eine Neueinführung von UN-Sanktionen aufgrund des iranischen Atomprogramms rückt näher, ausgelöst durch Deutschland, Frankreich und Großbritannien. Zuletzt verzeichnet Deutschland einen schleichenden Verlust an Weltmarktanteilen, vor allem bedingt durch die wachsende Konkurrenz aus China und die protektionistische Handelspolitik von Donald Trump.

